Archiv der Kategorie: Poguntke

Parkgebet-digital am 30.4.2020 zu Johannes 15,5 von Pf. i. R. Martin Poguntke

Vom verlorenen Vertrauen und den Lügen der Politik

Liebe Freundinnen und Freunde des Parkgebets,

hier kommt das zweite Parkgebet digital mit Ansprache von Pfarrer i.R. Martin Poguntke und von Ulrich Ebert zusammengestellter Musik.

Hier ist der Link zum ganzen Parkgebet mit allen Text- und Musikteilen:
https://c.web.de/@823176437937739474/Cvei9G8aS76lbLmVsFxJQQ

Ihr könnt Euch durch das Parkgebet durchklicken. Und gerne könnt Ihr bei Euren Rundmails zum Besuch des virtuellen Parkgebets einladen 😉

 

Und hier ist die Ansprache: (hier die Ansprache als pdf-Datei):

Ansprache zum Parkgebet-digital am 30. April 2020 von Pfr.i.R. Martin Poguntke

Christus spricht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“, Johannes 15, Vers 5 (aus dem Predigttext vom kommenden Sonntag)

Liebe Parkgebetsgemeinde,

wie gerne hätte ich Sie alle direkt vor mir gesehen, wenn ich zum Einstieg meiner Ansprache meiner tiefen Sorge Ausdruck gegeben hätte, meiner Sorge auch um unsere gemeinsame Bewegung – aber in Coronazeiten ist das nicht zu verantworten.

Meine Sorge ist, dass ein Gift sich verbreitet, es die Herzen und Gehirne von immer mehr Menschen vergiftet. Und ich weiß überhaupt keine einfache Lösung dagegen. Auch der Satz aus dem Johannesevangelium, um den es heute gehen soll, ist keine einfache Lösung: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ Denn: Wie macht man das „in ihm bleiben“?

Das Gift, das ich meine, ist das Gift des zerbrochenen Vertrauens. Wir Stuttgart 21-Gegner:innen haben über so viele Jahre miterleben müssen, wie wir und die ganze Gesellschaft unglaublich gründlich belogen wurden und es weiterhin werden. Unser Vertrauen in „die Politik“ hat schweren Schaden gelitten. Und immer mehr von uns denken deshalb inzwischen über Äußerungen und Entscheidungen von Politikern gar nicht mehr wirklich nach, sondern sagen reflexhaft: Ist doch eh alles Lüge und Betrug. Ganz absurde Behauptungen werden geglaubt – einfach, weil sie in unser festes Bild passen: Die Politiker belügen uns doch alle.

Ein wenig scheint es mir wie in einer Partnerschaftsbeziehung: Weiterlesen

Weihnachtsgottesdienst im Park 2019

(hier der ganze Gottesdienst als Video, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von „Doppelmeter“: https://youtu.be/6uOr92vOuJI)

(und hier eine Fotoserie, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Wolfgang Rüter: https://www.magentacloud.de/share/zdsw1riw50)

„Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“

Ansprache zum Weihnachts-Gottesdienst im Park am 26.12.2019 über Matthäus 10, Vers 16 (bis 22) von Pfr.i.R. Martin Poguntke

(hier als pdf zum Download)

Liebe Weihnachts-Gemeinde!

Für mich ist immer erst Weihnachten, wenn ich – wie eben – die Weihnachts-Geschichte aus Lukas 2 gehört habe. Manchmal kommt es mir so vor, als ob es mir dabei gar nicht mal auf den Inhalt der Geschichte ankomme, sondern einfach auf den Wortlaut, genau diesen Wortlaut. Wenn es losgeht in dieser altertümlichen Sprache: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging…“ – dann ist für mich Weihnachten. Das Korrekturprogramm meines PCs meldet mir, dass es besser wäre zu schreiben: „…dass ein Gebot des Kaisers Augustus ausging“ oder „von Kaiser Augustus“ – aber ich hänge an der alten Formulierung, nicht nur am Inhalt.

Aber dann, beim Hören der Geschichte, passiert es dann doch: Die einzelnen Personen, Szenen, Aktivitäten in der Geschichte beginnen für mich lebendig zu werden. An jeder Stelle der Geschichte könnte man einhaken und sich genauer ausmalen, wie das da wohl gewesen ist.

Wenn es zum Beispiel gegen Ende heißt: „Die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott.“ Da frage ich mich, ob sie wirklich zu ihren Herden umgekehrt sind oder nicht vielleicht zurück ins Dorf, aus dem sie gekommen waren? Sie mussten doch unter die Leute, um ihr Glück weiterzuerzählen. Aber dann denke ich wieder: Sie können doch ihre Schafe nicht alleingelassen haben – schlimm genug, dass sie einfach zum Stall in Bethlehem abgehauen sind. Nein, denke ich, sie werden sich ihrer Verantwortung bewusst geworden sein, die sie für die Schafe haben. Und sie werden auch – als Menschen, die Tag und Nacht mit ihren Schafen lebten – sich diesen Tieren nah gefühlt haben, sie als Mitgeschöpfe liebgehabt und wichtig genommen haben. Sie hätten es wohl nicht übers Herz gebracht, diese Tiere schutzlos den Wölfen zu überlassen, die da nachts auf Beutesuche waren. Schafe haben gegen Wölfe nichts auszurichten.

Der biblische Text, den wir für den diesjährigen Weihnachts-Gottesdienst ausgesucht haben, – Vers 16 aus Matthäus 10 – handelt genau davon: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ Jesus sagt das zu seinen Jüngern. Und er gibt ihnen in den folgenden Versen noch Mahnungen mit, wie sie sich auf diesem schwierigen Weg verhalten sollten: „Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“ „Hütet euch vor den Menschen, denn sie werden euch vor Gericht ziehen.“ „Ihr werdet gehasst werden.“ Ein Bruder wird den andern dem Tod preisgeben.“

Rauhe Worte. Jesus war nicht zimperlich, wenn es darum ging, die Grobheit der Welt zu benennen. In dieser Welt das Evangelium zu verkünden, das ist, wie als Schaf mitten unter Wölfe geschickt zu werden.

Von ähnlichen Erfahrungen können wir durchaus auch erzählen: von Gerichten, die S21-GegnerInnen wegen Lappalien zu Geldstrafen verurteilt haben, aber prügelnde Polizisten laufen ließen. Von Zivilpolizisten, die Demonstranten provozierten oder zur Gewalttätigkeit ermunterten. Von Politikern, Bahn-Vertretern oder Journalisten, die gnadenlos die Wahrheit verdrehten und gegen uns wandten. Ja, da konnte einem schon bisweilen dieses Bild von den Schafen unter den Wölfen in den Sinn kommen. Weiterlesen

Ansprache beim Parkgebet am 21.11.2019 von Pfarrer i.R. Martin Poguntke

(hier als pdf-Datei)

Parkgebet am 21.11.2019, Jeremia 32,27

Liebe Parkgebetsgemeinde,

die Zerstörungen durch S21 werden immer größer, die Skandale dahinter werden immer empörender, der Baufortschritt geht immer weiter voran. Und wir demonstrieren und warnen, wir argumentieren und gehen vor Gericht – aber es wendet sich nichts zum Besseren. Wer soll das aushalten? Ein Wunder, wie viele überhaupt von uns immer noch nicht aufgegeben haben, sondern Woche für Woche dabeibleiben!

Dabeibleiben – vielleicht auch trotz des heimlich nagenden Glaubens-Zweifels. Des Zweifels, wieso Gott nicht dreinschlägt und endlich dem ganzen S21-Treiben den Garaus macht. Wieso lässt Gott das alles – und das viele andere weltweite Elend – zu?

Manche von Ihnen nicken wahrscheinlich innerlich und sagen: Ja, ja, die Theodizeefrage, sie lässt einen einfach nicht los. Theos, griechisch: Gott; dikee, griechisch: Gerechtigkeit. Wie können wir von einem gerechten Gott reden, wenn er doch so viel Ungerechtigkeit zulässt?

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Ansprpache beim Parkgebet am 11. Juli 2019 zu Jesaia 2, Vers 4

hier als pdf-Datei

Liebe Parkgebetsgemeinde,

die heutige Tageslosung ist mir eine besondere Freude. Es ist der Jesaia-Vers, der seit Jahrzehnten die Friedensbewegung begleitet: „Der HERR wird zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln.“ (Jesaja 2,4)

Das hat es doch wieder mal schön getroffen. Denn nach biblischem Verständnis ist auch unser Kampf gegen S21 wirkliche Friedensarbeit, weil wir auch mit unserem Widerstand hier an dem großen Ziel des Schalom mitarbeiten. Gemeint ist ja in der Bibel mit Schalom nicht nur das Schweigen der Waffen, sondern ein umfassender Friede, auch ein Friede mit der Schöpfung.

Wenn Jesaia die Vision eines großen Friedens hat, bei dem keine Schwerter und Spieße mehr gebraucht werden, sondern sie zu friedlichen Hilfsmitteln wie Pflugscharen und Sicheln umgeschmiedet werden, dann hat er ja eine Veränderung der ganzen Welt-Gesellschaft im Blick: eine Weltgesellschaft, in der auch z.B. Wohnungen nicht mehr gebaut werden, um damit Geld zu verdienen, sondern einfach, um so viel Wohnraum herzustellen wie benötigt wird. Handel wird nicht mehr in der Absicht betrieben, den Konkurrenten zu besiegen, sondern in der Absicht, die Menschen mit den Handelsgütern zu versorgen, die sie brauchen. Und Worte werden nicht mehr wie Schwerter genutzt, um andere zu übertrumpfen oder ihnen wehzutun, sondern als heilsames Mittel der Wahrheitsfindung und der gegenseitigen Hilfe.

Beim Beispiel Worte als Waffen könnten wir ja wirklich viele, viele Beispiele aus dem Kreis der S21-Propagandisten nennen, für die Worte offenbar immer nur eines sind: Waffen zur Durchsetzung des Projekts. Mir ist da kürzlich der Staatssekretär im Bundes-Verkehrsministerium Steffen Bilger aufgefallen. Als der SWR seine Rechercheergebnisse öffentlich gemacht hatte, dass S21 nicht für den Deutschlandtakt geeignet ist, da stellte er sich vors Mikrofon und behauptete einfach: „Das ist alles genau durchgerechnet und von der Bahn überprüft; das wird funktionieren.“ Bei so viel Dreistigkeit bleibt einem die Spucke weg.

Der Prophet Jesaia ist da aber auch nicht naiv und hofft nicht einfach, dass selbst einer wie dieser opportunistische CDU-Politiker es schon noch lernen wird, Weiterlesen

Ansprache beim Parkgebet am 21.2.2019 von Pfarrer Martin Poguntke

(hier als pdf-Datei)

„Schöpfungsglaube und Marktwirtschaft“

Liebe Parkgebetsgemeinde,

Ich will heute einmal mit Ihnen darüber nachdenken, was der Glaube an einen Schöpfer denn mit der herrschenden Marktwirtschaft zu tun hat. Nicht von der ethisch-moralischen Seite her, will ich fragen, also nicht von der Frage her, welche Werte dabei betroffen sind. Sondern von der Frage her: Welche grundsätzlichen Aussagen wollten eigentlich die Verfasser der alttestamentlichen Schöpfungserzählungen machen?

Wir stellen dann nämlich etwas Überraschendes fest: Obwohl es damals noch gar keinen Kapitalismus gab und keine Vorstellung von Markwirtschaft, hat das sehr viel zu tun mit eben dieser Marktwirtschaft.

Der Grund, warum sie damals eine Erzählung erstellten, in der ein Schöpfer die Schöpfung erschafft, war ja kein naturwissenschaftlicher. Sie wollten ja nicht beschreiben, auf welche Weise, die Welt erschaffen wurde. Erst recht nicht wollten sie eine bestimmte Vorstellung, wie die Welt erschaffen wurde, zum Glaubensgegenstand erheben, etwa die Vorstellung, die Welt sei in sieben Tagen erschaffen worden.

Nein, vom Wie der Schöpfung, was auf welche Weise entstanden ist – davon wussten sie ja damals noch ungleich weniger als wir, im Grunde gar nichts. Die Erzählung von der Erschaffung der Welt in sieben Tagen war reine Phantasie. Aber diese Phantasie hat man aufgewandt, um zwei ganz wichtige Dinge damit zum Ausdruck zu bringen: nämlich erstens, dass es einen unaufhebbaren Unterschied gibt zwischen Schöpfer und Schöpfung, und zweitens, dass der Mensch in dieser Schöpfung eine höchst wichtige Rolle hat.

Vielleicht fragen Sie sich nun: Was hat die Unterscheidung zwischen Schöpfer und Schöpfung mit der Marktwirtschaft zu tun?

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Ansprache beim Parkgebet am 11.10.18 über Psalm 41 von Pf. Martn Poguntke

(hier als pdf-Datei)

Liebe Parkgebetsgemeinde,

Der Hambacher Forst darf bis auf Weiteres nicht gerodet werden. Die verbotene Demonstration gegen die Rodung letzten Samstag durfte doch stattfinden. Das sind wunderbare Nachrichten. – Solche würden wir allzu gerne auch einmal im Zusammenhang mit Stuttgart 21 hören. Aber die Mächte, die hinter S21 stehen, scheinen zu verfilzt zu sein, die Politik scheint sich zu sehr mit S21 identifiziert zu haben, sodass kein Gericht es mehr zu wagen scheint, diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

Und dennoch stehen wir hier. Und dennoch demonstrieren wir seit 8 Jahren oder noch länger. Und dennoch haben wir nicht vor aufzugeben. Macht das wirklich Sinn?

Der Psalm, den wir eben gebetet haben – Psalm 41 – scheint damit nichts zu tun zu haben. Er ist ja das Gebet eines Kranken.

Aber vielleicht haben Sie schon entdeckt, dass es z.B. bei den Heilungsgeschichten Jesu um viel mehr geht als um körperliche Gebrechen. Jedenfalls weiß ich, dass viele, viele Frauen schon die Heilung der gekrümmten Frau an sich selbst erlebt haben: das Glücksgefühl, endlich aufrecht durchs Leben gehen zu können. Und ich weiß, dass schon viele Menschen nach der Lektüre einer Blindenheilungsgeschichte gesagt haben: Auch mir hat Jesus die Augen geöffnet – für die schönen Dinge des Lebens, für die Not der andern, für Situationen, in denen ich gebraucht werde.

Und so ist es mir nun mit dem Psalm 41 gegangen: Ich habe darin nicht nur die Schwachheit eines körperlich Kranken gelesen. Sondern ich habe darin auch unsere Lage als Widerständler gegen Stuttgart 21 gesehen. Weiterlesen

Tunnel-Segnung? – Nein, Segen muss der Schöpfung dienen!

Nun hat also am 17. Juli 2018 wieder eine „Segnungsfeier“ in einem S21-Tunnel stattgefunden. Wer immer die beiden evangelischen bzw. katholischen Geistlichen gewesen sein mögen und was immer bei dieser Segenshandlung getan und gesprochen wurde – ich möchte im Folgenden ein paar (hoffentlich) klärende, ganz nüchterne Gedanken zum Segnen beisteuern:

  1. Ein evangelischer Geistlicher kann nicht an der Segnung von Gegenständen (Tunnels, Häuser, Fahnen, Waffen etc.) mitwirken, denn ein auf der Bibel gegründeter Segen kann nur Menschen und ihrem Tun gelten.
  2. Nach evangelischem Verständnis ist Segnen kein magischer Vorgang, bei dem (wie Obelix mit dem Zaubertrank) göttliche oder übernatürliche Kräfte auf Menschen übertragen werden. Geistliche verfügen weder über besondere eigene oder göttliche Kräfte, noch haben sie die Macht, Derartiges herbeizurufen. Veranstaltungen, bei denen solches versucht wird – etwa, indem auf Heiligenfiguren Weihwasser gespritzt wird –, sind aus evangelischer Sicht Aberglaube und Mummenschanz.
  3. Eine Segenshandlung ist vielmehr eine natürliche und rationale seelsorgerliche Zeichenhandlung, durch die wir Menschen die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft zusprechen – und aus diesem Erfahren von Zugehörigkeit schöpfen sie die Kraft, um die es beim Segen geht.
  4. Diese Gemeinschaft, in die wir Menschen beim Segnen mit hineinnehmen, ist nicht etwa die Kirche oder gar die örtliche Gemeinde, sondern die Gemeinschaft allen Lebens, der ganzen menschlichen und nicht-menschlichen Schöpfung. Diese weltumspannende Gemeinschaft bezieht ihre lebendige Kraft – körperlich und seelisch – aus der Kraft, aus der die ganze Schöpfung hervorgegangen ist und die bis heute in ihr wirkt und die wir „Gott“ nennen.
  5. Wir Christen verstehen Reden und Wirken Jesu so, dass diese der Schöpfung innewohnende Lebenskraft zugleich die Kraft der Liebe ist. Deshalb heißt Segnen für uns auch immer: Menschen in den Zusammenhang der Liebe mit hineinnehmen.
  6. Weil die Kraft, an der ein Segen teilhaben lässt, also die auf Liebe ausgerichtete Lebenskraft ist, ist die Teilhabe an dieser Kraft immer auch mit dem Auftrag verbunden, ein an dieser Schöpfung orientiertes liebevolles Leben zu führen. Segnung ohne solche Beauftragung ist Missbrauch der Schöpferkraft.
  7. Auch wenn Menschen diesem Auftrag, das Leben und die Schöpfung zu erhalten, nicht gerecht werden – und das sind nach evangelischem Verständnis alle(!) Menschen –, schließen wir sie dennoch ein in die Gemeinschaft des ganzen Lebens. Wir tun das aber nie, ohne ihnen zu sagen, worauf sie die Kraft richten sollen, die sie aus diesem Segen erfahren.
  8. Auch Menschen, die an einem in vielfacher Weise Leben zerstörenden Betrugs-Projekt wie „Stuttgart 21“ mitarbeiten, schließen wir selbstverständlich in diese Gemeinschaft mit ein. Wir tun das aber dann missbräuchlich, wenn wir sie nicht im selben Atemzug auf die Lebensfeindlichkeit ihres Tuns aufmerksam machen und sie ermahnen, ihre Kraft dem Erhalt der Schöpfung und der Gestaltung einer liebevollen Welt zu widmen. Nur dazu darf ihnen die mit dem Segen gemeinte Lebenskraft dienen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass bei der Segnungsfeier den Tunnelarbeitern und allen an diesem verbrecherischen Bauvorhaben Beteiligten deutlich geworden ist, dass sie Gott lästern, wenn sie nicht umkehren von ihrem schändlichen Tun. Das wäre eine im besten Sinne geistliche Wirkung des Segens.

Martin Poguntke, 27.7.18