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Mit konservativer Grundhaltung gegen S21 – Teil 2

Die Gemeinsame Erklärung „Theologinnen und Theologen zu ‚Stuttgart 21’“ betrachte ich als gut gelungen, weshalb sie meine volle Zustimmung findet, was ich dadurch zum Ausdruck gebracht habe, dass ich sie, wie dem Internet zu entnehmen ist, unterzeichnet habe.
Ich bin von der Gemeinsamen Erklärung „Theologinnen und Theologen zu ‚Stuttgart 21’“ dermaßen überzeugt, dass ich auch anderen, Theologen und „Laien“ empfehle, sich diese ebenfalls zu eigen zu machen und dies dann durch Unterzeichnung öffentlich zu machen.
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Mit konservativer Grundhaltung gegen S21

Meine grundsätzlich theologisch und politisch konservative Grundeinstellung ließ mich lange zögern und Zurückhaltung üben gegenüber „Stuttgart 21“, wiewohl ich schon lange begründet gegen dieses Projekt bin. Die offensichtlich abhanden gekommene Basisverhaftung und Ignoranz dieser durch die Befürworter: Bahn, Politik und Wirtschaft, deren stures Festhalten an einem Projekt, das in der breiten Bevölkerung keine Mehrheit findet und die Unwilligkeit auf die Gegenseite überhaupt zu hören, die Gesprächsverweigerung gegenüber einer breiten bürgerlichen Bewegung und die Etikettierung als „Berufsdemonstranten“, dazu ein massiver Polizeieinsatz mit völlig unverhältnismäßigen Mitteln gegen Demonstranten im Schlossgarten, auch gegen minderjährige Schüler und alte Menschen, was alles eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig ist, ließen mich umdenken, ohne damit meine grundsätzlich konservative Grundhaltung aufzugeben. Für meine Begriffe bedeutet die Durchführung des Projekts „Stuttgart 21“, allem Anschein nach jetzt nach dem Motto: „Augen zu und durch“, was politisches Versagen markiert: Architekturzerstörung, Demokratiegefährdung, Geologiemissachtung, Geldverschwendung, Ökologiezerstörung, Ökonomiebesessenheit, (Verkehrs)Unsicherheit, Unwirtschaftlichkeit.

Verfasser: Walter Rominger, evangelischer Theologe, Albstadt