Monatsarchiv: Februar 2011

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mit der Gemeinsamen Erklärung „Theologinnen und Theologen zu Stuttgart 21“

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Ansichten des Stuttgarter Amtes für Umweltschutz

1. Das Gleisvorfeld – ein einzigartiges Biotop
Stuttgart 21 sei auch ein städtebauliches Projekt, für „Stuttgart eine einmalige städtebauliche Gelegenheit“ (Werbeprospekt) . Die Befürworter halten es deshalb für gerechtfertigt, den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zulasten der Menschen einzuschränken oder zu vernichten. In diesem Zusammenhang soll aber an ganz elementare Zusammenhänge unseres Lebens und unseres christlichen Glaubens erinnert werden.
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Ein Eisenbahner spricht im Männerkreis

Wolfgang Grethen referierte am 4. Februar 2011 auf Einladung von Pfarrer Harr beim Männerkreis im evangelischen Gemeindehaus Großingersheim zum Thema Stuttgart 21.

Grethen, früher selbst Fahrdienstleiter in Stuttgart und langjähriger Mitarbeiter in der Bahnzentrale, hält einen grundlegend neuen Bahnhof in Stuttgart für nicht notwendig – ja für zukunftsfeindlich, weil gut funktionierende Infrastruktur zerstört und Optionen für die Zukunft zunichte gemacht würden. Der Bahnhof sei seinen heutigen Aufgaben in vollem Umfange gewachsen und verfüge sogar noch über freie Kapazitäten. Dies sei gegenüber früher auch auf eine erleichterte Betriebsabwicklung ohne Kurswagen und auf nur noch wenige Lokwechsel zurückzuführen. Leider sei der Hauptbahnhof mit Blick auf Stuttgart 21 baulich vernachlässigt worden und biete derzeit keinen schönen Anblick.

Zu S21 führte Grethen weiter aus, dass die geplante Infrastruktur für den künftigen Fahrplan voller Risiken sei, Pufferzeiten fehlen würden und der Bahnknoten Stuttgart zu einem Nadelöhr würde. Es würden nicht nur Folgeverspätungen in der Region sondern im gesamten Fernverkehrsnetz entstehen. Bei Störungen im S-Bahn-Tunnel könne nicht mehr auf andere Gleise ausgewichen werden, ein Notfallkonzept existiere nicht und sei auch nicht fahrbar. Dies habe die „Schlichtung“ vor kurzem verdeutlicht. Beispielhaft für das Nadelöhr Stuttgart sei die künftig unterdimensionierte Anbindung aus Richtung Norden. Schon heute müssten in der morgendlichen Spitzenstunde von Zuffenhausen nach Stuttgart 13 Züge gefahren werden. Die Fahrzeit auf dieser Strecke solle um 3 Min. gekürzt werden, Verspätungen könnten durch die kurzen Haltezeiten im Tiefbahnhof nicht mehr aufgeholt werden. Die von Schlichter Geißler ins Spiel gebrachten Nachbesserungen zu S21 seien nur von punktueller Wirkung, die systembedingten Nachteile gegenüber einem ertüchtigten Kopfbahnhof würden trotz zusätzlicher Kosten von über 500 Mio Euro damit nicht ausgeräumt.

Der entscheidende Faktor für einen funktionsfähigen Knoten Stuttgart sei jedoch die Verknüpfung von 10 Linien untereinander sowie mit dem Fernverkehr. Hierfür reichten die vorgesehenen 8 Gleise des Tiefbahnhofs nicht aus. Im Gegensatz dazu könnte der bestehende Bahnhof zu weitaus geringeren Kosten umgebaut und die Kapazität durch zusätzliche Gleise nach Cannstatt und Zuffenhausen nochmals entscheidend erhöht werden. Dies bedeute eine hohe Fahrplanstabilität und Flexibilität in der Betriebsführung. Auch die Möglichkeit der Anbindung einer Neubaustrecke nach Ulm und eine bessere Anbindung des Flughafens bliebe bestehen. Kurzfristig sei auch eine Expreß-S-Bahn im 30-Min-Takt über die Gäubahn realisierbar.

Für Experimente sei der Kopfbahnhof zu wertvoll , der Ruhm – die größte Baustelle Europas zu werden – nicht erstrebenswert.

Kirchentag 2015 in Stuttgart

Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag wird vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart stattfinden. Das hat das Kirchentagspräsidium einstimmig beschlossen. In der Begründung zu dieser Entscheidung heißt es:
„Die Stadt des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages hat während der zurückliegenden Monate im Streit um das Projekt Stuttgart 21 neue Formen offener und öffentlicher Debatte erlebt. Nachhaltiger Protest und zivilgesellschaftliches Engagement haben eine landesweite Diskussion über die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Entscheidungen in der Demokratie ausgelöst. In diesem Kontext hat der Kirchentag die Einladung nach Stuttgart besonders gern angenommen.“
Lesen Sie hier die vollständige Erklärung des Kirchentags

Der Link wurde geändert. Hier der neue:
die vollständige Erklärung des Kirchentags

„Schneller, höher und weiter ist nicht die Zukunft“

Interview mit Pfarrerin Guntrun Müller-Ensslin
Publik-Forum Nr. 2 / 2011
Lesen Sie hier das Interview

Das rechte Wort zur rechten Zeit

So lautet der Titel einer Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland aus dem Jahre 2008.
(Das rechte Wort zu Rechten Zeit. Eine Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Öffentlichkeitsauftrag der Kirche. Gütersloher Verlagshaus 2008)

Viele Christen sehen bei dem Projekt S21 die Thematik des konziliaren Prozesses von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung tangiert und sie fragen sich: Warum bleibt die Kirche stumm?
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Montagsdemo 24.01.2011 – Ansprache von Guntrun Müller-Ensslin

Liebe nimmermüde Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe penetrante Zuversichtliche, liebe unverbesserliche Gerechtigkeitssucherinnen und –sucher, die Sie Winter und Wetter, Regen, Sturm, Schnee und Eis nicht scheuen, um hierher zur Demo zu kommen,

Als ich vor fast einem Jahr am Ende des Winters hier am Bahnhof eine Rede gehalten habe, da hätte ich mir nicht träumen lassen, dass wir Stuttgarterinnen und Stuttgarter einen zweiten Winter durch-stehen müssten; noch weniger allerdings hätte ich mir träumen lassen, dass wir ihn tatsächlich durchstehen würden.
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