Monatsarchiv: April 2021

Digitales Parkgebet am 8.3.2021 von Pf.i.R. Michael Harr

(hier als pdf)
(und hier alle Lieder und Texte)

Liebe Freundinnen und Freunde,

am Sonntag feierten wir Ostern und weil es so ein schönes Fest ist, reicht uns ein Tag dafür nicht aus. Darum haben wir zur freudigen Erinnerung und Feier auch noch einen Ostermontag gehabt. Ostern eröffnet für uns eine ganz andere Glaubenswelt, als sie die germanischen Vorfahren hatten und als sie viele andere Menschen in dieser Welt haben. Durch die Auferstehung von Jesus Christus tun sich ganz neue Horizonte auf. Da will eine neue Kraft, eine neue Zuversicht in unseren manchmal beklemmten und kleinmütigen Herzen lebendig werden.

Zu den Überzeugungen der alten germanischen, vorchristlichen Glaubenswelt gehörte die Erzählung von Ragnarök, von der Götterdämmerung, in der die Welt und die Götter untergehen werden. Für die alten Germanen ging alles einer großen, apokalyptischen Zerstörung entgegen. Sie lebten im Schatten des bevorstehenden Weltuntergangs, hinter dem allenfalls ahnungsweise und schattenhaft eine neue Welt sich auftun würde.

Diese Angst, dass alles dem Untergang entgegen gehe, kennen wir auch sehr gut. Wenn ich mich recht entsinne, warf Franz Alt gegen Ende der 80-er Jahre die Frage auf, ob wir Weihnachten noch erleben werden. Das war in einem Frühjahr und wir lebten damals unter dem starken Eindruck eines drohenden Atomkrieges und kurz vor der Havarie stehender Atomkraftwerke. Und das waren damals wahrlich keine unrealistischen Szenarien!

Heute sind andere Befürchtungen in den Vordergrund getreten. Da sind die Sorgen vor den Folgen des Klimawandels und vor den Folgen der Corona-Seuche. Manche treibt um, was die Corona-Maßnahmen aus unserem Staat und unserer Gesellschaft machen und noch machen werden.

Wir kennen auch solche apokalyptischen Ängste um unsere eigene Existenz, um unsere Gesundheit und um die unserer Angehörigen. Weiterlesen