Kirchentags-Lenkungsausschuss – lame duck?

Es hat keinerlei Einsendungen zu unserem Preisausschreiben gegeben. Niemand hat jemanden gefunden, der oder die im Lenkungsausschuss, den der Herr Landesbischof einberufen hatte, die Anliegen der Stuttgart 21-Gegner und -gegnerinnen zu artikulieren bereit ist.

Dennoch gab es aus zuverlässigen Quellen Mitteilungen, die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen. Wir  nennen unsere Quellen einfach mal “Württemberg 1″ und “Württemberg 2″.
“Württemberg 1″ berichtete, dass unter den für den Kirchentag verantwortlichen Personen aus Württemberg eine große Zahl von Personen sei, die schon auch irgendwie eigentlich gegen Stuttgart 21 seien, aber dies eben nicht öffentlich sagen würden. Aha, wer hätte das gedacht?
Wir können alle heimlichen Stuttgart 21-Gegner/innen nur auffordern, sich zu outen und nicht bloss hählinge im stillen Kämmerlein ihre Ansichten im Herzen zu bewegen. Denn genau das erwarten die Betreiber dieses irrsinnigen Projekts, dass man eben den Mund hält. Also: Macht ihn auf, auch wenn das nicht karriereförderlich ist.
“Württemberg 2″ berichtete, dass es sinnlos sei, im Lenkungsausschuss vertreten sein zu wollen. Der Ausschuss habe eh nichts zu sagen, da alles in Fulda entschieden werde.
Das ist natürlich ein Argument, denn wir als Gegnerinnen und Gegner dieses Projektes haben nun wirklich Besseres zu tun, als unsere Zeit in sinnlosen Sitzungen eines sinnlosen Ausschusses zu verplempern.
Daher beenden wir das Preisausschreiben, wünschen den Ausschussmitgliedern beim gemeinsamen Kaffeetrinken viel Vergnügen und wenden uns hinkünftig der wichtigen Frage zu, wie die Sicherheit in Stuttgart 2015 gewährleistet werden soll. Dazu wollen wir demnächst Näheres berichten.
Michael Harr

Pfr. i. R. Friedrich Gehring: Predigt zu Joh 17, 22-26 beim ökumenischen Gottesdienst am Himmelfahrtsfest 2013 auf der Erlacher Höhe bei Großerlach

Ein großartiger Text für einen ökumenischen Gottesdienst: Wie Gott, der liebende Vater, mit seinem erhöhten Sohn Jesus Christus eins ist, so sollen auch wir als Nachfolger Jesu untereinander einig sein. Damit ist die Frage gestellt: Worin sollen wir Christen trotz der verschiedenen Konfessionen einig sein? Worin liegt das gemeinsame Christliche unserer Kirchen und wie muss sich dieses in der gegenwärtigen Welt zeigen?

Jesus gibt in dieser Abschiedsrede nach Johannes klare Hinweise: Sein himmlischer Vater ist ein Gerechter und ein Liebender, deshalb sollen Liebe und Gerechtigkeit auch unter den Nachfolgern Jesu sichtbar sein, während die Welt diesen gerechten und liebenden Vater nicht kennt. Es wäre schwärmerisch zu behaupten, die Christen seien nicht mehr Teil dieser blinden Welt, aber sie sollen als Teil dieser Welt und in dieser Welt die Alternative der Liebe und der Gerechtigkeit leben, die nicht von dieser Welt ist. Wie kann dies heute konkret geschehen?

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Kirchentag Hamburg und Stuttgart 21

Die Hoffnungen mancher Leute haben sich nicht erfüllt. Das deutlich erkennbare Bemühen der Kirchentagsleitung, das Thema „Stuttgart 21“ nach dem Kirchentag in Dresden 2011 nun auch in Hamburg so weit als möglich zu unterdrücken, war nur teilweise von Erfolg gekrönt.
Denn das irrsinnige Projekt und der Widerstand dagegen wurden dann eben doch an den verschiedensten Stellen thematisiert.

Davon wollen wir, eine Gruppe engagierter Christinnen und Christen gegen S 21 auf dem Kirchentag, hier berichten.

  • Täglich, von Mittwoch bis Samstag, haben wir vor dem Hamburger Hauptbahnhof um 19 Uhr einen Schwabenstreich gemacht. Wir waren immer mindestens 5 Personen, die mit dem großen Banner da standen, eine Minute lärmten, unseren Weckruf „Oben bleiben“ skandierten und anschließend den „Tunnelblick“ und andere Flugblätter verteilten. Weiterlesen

Himmelfahrts-GD im Schlossgarten am 9.5.2013

(Video des ganzen Gottesdienstes von camS21 http://bambuser.com/v/3574756  – herzlichen Dank dafür an camS21!)

Ansprache von Pfarrer Martin Poguntke über Markus 16,15–20
(als pdf-Datei hier klicken: Ansprache)

Liebe Protestantinnen und Protestanten aller Konfessionen!

Christen sind Protestleute gegen den Tod. Das Leben als Protestleute ist aber manchmal gar nicht so einfach. – Wem sage ich das!

Jahre sind es mittlerweile, dass wir gegen diesen in so vieler Hinsicht zerstörerischen Bahnhof kämpfen. Jahre sind es, dass wir für eine gerechte und menschliche und mit der Natur in Frieden lebende Gesellschaft kämpfen. Und Jahre sind es, in denen wir immer und immer wieder die Erfahrung gemacht haben, verlassen worden zu sein:
Verlassen von den Zusagen vermeintlich neutraler Helfer, die uns dann – z.B. am Ende der sogenannten „Schlichtung“ – in den Rücken gefallen sind.
Verlassen von vermeintlich verlässlichen Verbündeten, die – kaum an die Regierungsmacht gewählt – plötzlich sich an Händen und Füßen gebunden darstellen.
Verlassen von Hoffnungen auf Petitionen, Gerichte, Aufsichtsräte usw.

So oft, wie wir verlassen wurden, da müssten wir eigentlich mittlerweile alle Hoffnungen fahren gelassen haben. Aber jetzt stehen wir heute hier – aus welchen Gründen jeder und jede Einzelne auch immer – und feiern einen Himmelfahrts-Gottesdienst. Wir lassen einfach nicht locker und sagen: Das kann nicht sein, dass diese feinen Herrschaften so einfach den Sieg davon tragen. „Wir stehn hier und singen“ – und auch das ist ein Protest von uns.

Ich will einmal versuchen aufzuspüren, was unser Verlassenwerden und unser Protest mit Himmelfahrt zu tun haben könnten.

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Einladung zum Himmelfahrtsgottesdienst, 9. Mai 2013, 11 Uhr Mittlerer Schlossgarten

An Himmelfahrt laden die „Theologinnen und Theologen gegen Stuttgart 21“
zu einem Gottesdienst ein unter dem Motto:
Oben bleiben!
Unser Widerstand bekommt Flügel

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Falke auf dem ehemaligen Bahndirektionsgebäude, April 2012
Foto: Petra Weiberg

Der Gottesdienst findet am 9. Mai, um 11 Uhr im Mittleren Schlossgarten, hinter dem Bauzaun nahe der Lusthaus-Ruine statt (dort, wo auch immer das Parkgebet ist).
Für die musikalische Gestaltung haben wir wieder die Bläser von „Parkblech“ und Elly Grünert am Keyboard gewinnen können, und die Ansprache hält Martin Poguntke.

Herzliche Einladung! Und weitersagen!

camS21 überträgt den Gottesdienst live unter: http://bit.ly/12fwCW9

Ein “Parkgebet” findet an diesem Donnerstag nicht statt. Das nächste ist am 23. Mai, wie immer 18.15 Uhr.

Kirchentag Hamburg und „Stuttgart 21“

In den vergangenen Wochen wurde das Thema „Kirchentag und Stuttgart 21“ mehrfach auf dieser Seite angesprochen. Wir wollen jetzt, kurz bevor es in Hamburg losgeht, über den Stand der Dinge informieren.

1) Wir treffen uns täglich von Mittwoch bis Samstag um 18.45 Uhr am Ausgang des Hamburger Hauptbahnhofs, Richtung Steintorwall. Um 19.00 Uhr ertönt dann der Schwabenstreich, mit dem wir unseren Protest gegen Stuttgart 21 zu Gehör bringen.

2) Am Freitag, den 3. Mai, gibt es um 15.00 Uhr im Messegelände (Halle B5) die Veranstaltung „Demokratie – Ein Fluss aller?“ Dort ist Hannes Rockenbauch als Vertreter unserer Protestbewegung mit einen Beitrag beteiligt. Im Programm findet sich diese Veranstaltung auf Seite 260.

3) Bei der Veranstaltung am Samstag um 14.30 Uhr (Programm S.391) „Hat Unzufriedenheit Zukunft?“ ist seit Mittwoch klar, dass von unserer Seite Michael Harr (Gemeindepfarrer, Mitbegründer der “TheologInnen gegen S21″, Ingersheim) mit auf dem Podium sitzen wird. Außerdem drei weitere Vertreter der beiden betroffenen Bewegungen (Widerstand gegen S21 und gegen Rechtsextremismus):
Peter Conradi, Architekt, Stuttgart
Hannes Rockenbauch, Stadtrat und Sprecher Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, Stuttgart
Dirk-Michael Grötzsch, Ehemaliger Sprecher des Neuen Forums, Oldenburg
Jan Witza, Jugendbildungsreferent, Dresden

4) Unser Preissauschreiben hat bislang leider kein Ergebnis erbracht. Weder konnte jemand benannt werden, noch hat sich ein Mitglied des Lenkungsausschusses für den Kirchentag 2015 von sich aus gemeldet, der/die bereit wäre, die Anliegen unserer Bewegung in diesen Ausschuss einzubringen. Traurig, aber wahr.

Das ist der Stand, soweit er uns bekannt ist. Allen, die zum Kirchentag fahren, wünschen wir eine erlebnisreiche und gesegnete Zeit in Hamburg.
(Kontakt: Michael Harr: michael-harr@web.de)

“Schwabenstreich” beim Hamburger Kirchentag

Wie angekündigt: kein Kirchentag ohne “Schwabenstreich”.
Alle, die mitmachen wollen, treffen sich jeden Tag vom 1. bis 4. Mai vor dem Hauptportal des Hamburger Hauptbahnhofs mit Pfeifen, Rasseln und sonstigem Lärmgerät.
Dort erschallt dann um 19.00 Uhr für eine Minute der “Schwabenstreich”.
Weitersagen!
(Wer den “Schwabenstreich” nicht kennt: siehe Wikipedia!)