Großer Bahnhof – Willkommen in Stuttgart

Wir freuen uns auf Sie als unsere Kirchentagsgäste und möchten Sie gerne empfangen. Wir laden Sie herzlich ein, uns und unsere Bürgerbewegung während des Kirchentags in Stuttgart zu erleben:

  • in unserer Ausstellung im Forum 3 (Gymnasiumstr. 21, S-Bahn-Haltestelle ‘Stadtmitte’, Ausgang ‘Büchsenstr.’), geöffnet Kirchentagsdonnerstag bis –samstag jeweils von 10 bis 18 Uhr.
  • bei einer Großkundgebung unter dem Motto „Aus Stuttgart 21 klug werden: Oben bleiben!“ am Samstag, 14 Uhr direkt vor dem Hauptbahnhof.
  • beim Parkgebet Kirchentagsdonnerstag und –samstag jeweils um 18.15 Uhr an der „Lusthausruine“ im Mittleren Schlossgarten. Das Parkgebet findet seit 2010 regelmäßig donnerstags statt – während des Kirchentags auch am Samstag.
  • bei den Baustellenführungen mit Rudolf Pfleiderer (Ingenieur22) und Dr. Norbert Bongartz (Oberkonservator i.R.) am Kirchentagsdonnerstag und –freitag, 10 bis 11 Uhr (Treffpunkt: Mahnwache, gegenüber dem Hbf)
  • bei einer Mineralquellenführung mit Ralf Laternser (Geologe gegen S21) am Kirchentagssamstag, 9.30 Uhr, Dauer 2-3 Stunden (Eingang Mineralbad Berg, nahe Haltestelle U14, U1, U2)
  • an der Mahnwache, die seit nunmehr fünf Jahren rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr vor dem Bahnhof mahnt, informiert und protestiert (gegenüber dem Hbf)

Weitere Beiträge zum Kirchentag finden Sie unter dem Menüpunkt „Kirchentag21“ oben auf dieser Seite.

„Die Stadt des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages hat während der zurückliegenden Monate im Streit um das Projekt Stuttgart 21 neue Formen offener und öffentlicher Debatte erlebt. Nachhaltiger Protest und zivilgesellschaftliches Engagement haben eine landesweite Diskussion über die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Entscheidungen in der Demokratie ausgelöst.“ So begründeten die Verantwortlichen des Deutschen Evangelischen Kirchentags die Entscheidung, das große Protestantentreffen dieses Jahr in Stuttgart zu feiern.

Ja, unsere Stadt ist seit Beginn der Proteste gegen Stuttgart 21 aufgeschlossener und erlebt temperamentvolle öffentliche Debatten. Wir Stuttgarter freuen uns sehr, Sie demnächst als Gäste in dieser Protesthauptstadt herzlich begrüßen zu dürfen. Und wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns und unsere Stadt vorzustellen – und aufzeigen, warum Tausende ‘brave Bürger’ nun schon seit fünf Jahren Montag für Montag auf die Straße gehen.

Ein Hinweis in eigener Sache: Der Protest und das zivilgesellschaftliche Engagement sind zu 100% ehrenamtlich und aus Spenden finanziert (Druckkosten, Technik, Miete – auch der Inhalt dieser Seite entsteht abends nach Feierabend …).

Vielleicht wollen Sie die Bewegung gegen das angeblich unumkehrbare Projekt S21 gerne unterstützen, haben aber keine Zeit oder Gelegenheit, eine unserer Veranstaltungen zu besuchen oder auf andere Weise aktiv zu werden: Wir freuen uns sehr über Spenden an:
Umkehrbar e.V. (IBAN: DE02 4306 0967 7020 6274 00)

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9 Antworten zu “Großer Bahnhof – Willkommen in Stuttgart

  1. Reinhold Bauer

    Liebe Mitchristen, lieber Herr Alt, lieber Herr Poguntke, lieber Herr Lösch,

    auch ich versuche ein Christ zu sein und das zu leben. Noch nie habe ich aber für eine fachliche-politische Frage einen Standpunkt vertreten, der sich aus Christus ergibt. Das finde ich bei Euch nicht gut.
    Ich bin Fachmann für den Nahverkehr und Stand an der Wiege von Stuttgart 21 als Geschäftsführer des Zweckverbandes Nahverkehr Stuttgart (NRS) und des Verkehrsverbundes Stuttgart in den Jahren 1993/1994. Ich habe nach Einführung des 15 Min. Taktes bei der S-Bahn neue Gleise für den Nah- und Regionalverkehr im 90 Grad Winkel zu den heutigen S-Bahn Gleisen direkt auf die Filder gefordert und wir bekommen sie. Gott sei Dank.
    Ich habe auch dafür gebetet, Aber Christus, Christentum etc. habe ich dafür nie in Beschlag genommen.
    Es wäre gut, wenn Ihr Christus und den Kirchentag nicht für Euren Standpunkt missbrauchen würdet.
    Ich bin davon überzeugt, dass es für den Bahnknoten Stuttgart und für den Nach- und Regionalverkehr keine bessere Lösung als S 21 gibt.
    Freundliche Grüße
    Reinhold Bauer, Vorstandsmitglied Stuttgarter Straßenbahnen AG

    • Sehr geehrter Herr Bauer,
      eine Verständnisfrage an Sie,
      meinen Sie mit „neue Gleise für den Nah- und Regionalverkehr im 90 Grad Winkel zu den heutigen S-Bahn Gleisen direkt auf die Filder“ den Fildertunnel? Ich dachte, dort seien gar keine S-Bahnen vorgesehen?

    • Darf ich fragen, Herr Bauer, wie machen Sie das, christliches Beten ohne Christus?

    • Noch weitere Verständnisfragen, Herr Bauer:
      – finden Sie es falsch, daß die Theologen hier auf diesem Blog versuchen, einen Zusammenhang von S21 und Jesu Botschaft und christlichen Grundsätzen herzustellen?
      – warum findet sich niemand, der das entkräftet? (theologisch fundiert, bitte!)
      – halten Sie es für zutreffend, wenn unser Landesbischof sagt, aus der Bibel könne man nicht ablesen, welche Tunnelbohrung die richtige sei?
      – war es eine gute Idee, daß der SPD-Politiker Claus Schmiedel gesagt hat, auf S21 ruhe der Segen Gottes?
      – warum soll der Segen nicht auf dem Kopfbahnhof ruhen? Wo ist hier der Unterschied?
      – wenn man Politik und Kirche trennen soll (also das Christentum nicht in Beschlag nehmen), warum machen dann evangelische Pfarrer bei diesen Tunnel- und Maschinentaufen mit?
      – Ist es nicht vielmehr ein Missbrauch des Christentums, wenn man für die Durchsetzung der eigenen politischen Angelegenheiten betet, aber sich nicht für den möglichen Schaden der eigenen Aktivitäten interessiert?

  2. Martin Poguntke

    Lieber Herr Bauer,
    es gibt keine fachlich-politischen Fragen, die nicht auch eine ethische Dimension haben. Deshalb muss jeder Fachmann oder Politiker immer auch diese ethische Dimension mitdenken – und damit seinen Glauben miteinbeziehen.
    Konkret: Wer den Neubau eines Bahnhofs unterstützt, der weniger Züge bewältigen kann als der bestehende, bei schlechteren Umsteigeverbindungen und bundesweiter Störung des Bahn-Taktverkehrs und ohne zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten, der muss sich klar machen, dass er damit Umweltfrevel begeht.
    Denn eine Wirtschafts- und Verkehrsmetropole wie Stuttgart kann sich den Rückbau eines der besten Bahnhöfe Deutschlands nicht leisten. Dass dadurch wertvolle City-Grundstücke gewonnen werden, ist nicht nur keine Rechtfertigung dafür, sondern es macht die Situation noch schlimmer: Denn zusätzliche Arbeitsplätze und Wohnungen mitten in der Stadt erzeugen zusätzlichen Verkehr, der einen verbesserten Bahnhof erfordern würde, keinen schlechteren.
    Der christliche Glaube spielt dabei in vielerlei Weise eine Rolle; ich will um der Kürze willen nur zwei Aspekte nennen:
    1. Christen fühlen sich der Aufgabe verpflichtet, die Schöpfung zu pflegen und lebensdienlich zu entwickeln.
    2. Christen fühlen sich der Wahrheit verpflichtet.
    Und da frage ich Sie: Sie haben „neue Gleise für den Nah- und Regionalverkehr … direkt auf die Filder“ gefordert, aber sie stimmen nun einem Projekt S21 zu, das die vorhandenen S-Bahn-Gleise auf der Filder in ihrer Leistungsfähigkeit massiv reduziert (nämlich, indem es künftig auf der Filder zwischen den S-Bahnen auf denselben S-Bahn-Gleisen zusätzlich den gesamten Zugverkehr zwischen Zürich und Stuttgart – sogar ICEs – fahren lassen will)? Ist das nicht auch unwahrhaftig? Sie behaupten, Sie wollten eine Verbesserung, unterstützen aber eine massive Verschlechterung.
    Ich frage mich auch: Meinen Sie nicht, dass es der Wahrhaftigkeit widerspricht, wenn Sie von einer „Lösung für den Bahnknoten Stuttgart“ sprechen, obwohl Sie wissen, dass der Bahnknoten Stuttgart gar kein Problem ist, das „gelöst“ werden müsste, weil der bestehende Kopfbahnhof – der zweitbeste Großbahnhof Deutschlands – um Kategorien besser ist als das von ihnen als „Lösung“ bezeichnete Kellerbahnhöfle und dazu noch vielfältig erweiterbar, mit unendlich viel geringeren Kosten?

    Lieber Herr Bauer, wir nehmen nicht Christus in Beschlag oder missbrauchen ihn, wenn wir uns für Wahrhaftigkeit und den Schutz der Menschen und der Natur einsetzen. Sondern wir lassen dabei einfach unserm christlichen Glauben Taten folgen.
    Freundliche Grüße,
    Martin Poguntke

  3. Reinhold Bauer

    Zu den Fildern und auf die Filder gibt es eine S-Bahn. Sie braucht heure ab Hauptbahnhof 27 Minuten. Die S-Bahn , die heute nach Bernhausen fährt soll verlängert werden nach Neuhausen. Verkehrlich absolut notwendig und sinnvoll – aber die Finanzierung ist noch nicht geklärt.. Die Regionalzüge ab neuem Haupt-/Durchgangsbahnhof erreichen in 8 Minuten den Flughafen, mit der Folge , dass viele Menschen umsteigen und die Umwelt/Schöpfung schonen.

    Aus der Bibel oder von Christus die Gegnerschaft zu S 21 abzuleiten ist absurd.

  4. Martin Poguntke

    Sehr geehrter Herr Bauer,
    ich weiß nicht, ob Sie es nicht besser wissen oder ob Sie das wider besseres Wissen schreiben – beides ist für einen SSB-Vorstand, der die Nahverkehrsinteressen der Stuttgarter Bevölkerung zu vertreten hat, inakzeptabel.
    Sie schreiben: „Die Regionalzüge ab neuem Haupt-/Durchgangsbahnhof erreichen in 8 Minuten den Flughafen“.
    Dabei verschweigen Sie, dass sie nicht den Flughafen erreichen, sondern die Messe. Zum Flughafen müssen die Fahrgäste noch aus dem 27 Meter (fast 11 Stockwerke tief) unter dem Boden liegenden „Flughafen“-Bahnhof per Aufzug oder Rolltreppe nach oben kommen und dann noch ca. 7 Minuten mit ihrem ganzen Gepäck zu Fuß gehen, um an den Flughafen zu gelangen. Sie brauchen also in Wahrheit mindestens 17 Minuten bis zum Flughafen. Die S-Bahn hingegen kommt direkt unter dem Flughafen-Terminal an.
    Sie verschweigen auch, dass eine Express-S-Bahn vom Hauptbahnhof auf der bestehenden Linie (mit ganz leichten Umbauten) schon heute in etwa 17 Minuten an den Flughafen fahren könnte – also in etwa in der gleichen Zeit.
    Diese Express-S-Bahn wurde aber von der Politik (wer immer da die treibenden Kräfte gewesen sein mögen) abgelehnt – wegen „mangelnden Bedarfs“. Und wegen diesen mangelnden Bedarfs von Zugfahrten zum Flughafen wollen Sie dieses sündhaft teure, zerstörerische und riskante Projekt Stuttgart 21 als sinnvoll verkaufen?!
    Stuttgart 21 hat verkehrlich keine nennenswerten Vorteile aber viele gravierende Nachteile. Es wird dazu führen, dass – ausgerechnet in der Stau- und Feinstaub-Hauptstadt Deutschlands – noch mehr ZugfahrerInnen zu AutofahrerInnen werden. Dazu können wir als Christen, die den Auftrag haben, die Erde „zu bebauen und zu bewahren“, nicht schweigen.

  5. Gelbkopfamazone

    Es stimmt, mit S21 wäre man später mit dem ICE in 8 Minuten am Flughafen. (im 2 h Takt)
    Es stimmt aber auch, dass ein ICE Ticket Hbf-Flughafen in etwa 13 Euro kosten wird. (falls es nicht kreativ subventioniert wird)
    http://hgs21.blogsport.de/2013/03/28/welches-ticket-zum-flughafen-wuerden-sie-waehlen/

  6. Und es stimmt weiter, dass man z.B. von Esslingen aus mit dem Bus Nr. 122 für 3,90 Euro! direkt vor die Eingangstür des Flughafengebäudes fahren kann. Sollte S 21 je fertig gebaut werden, würde es mich nicht wundern, wenn diese Buslinie dann eingestellt würde, so dass man gezwungen wird, für etwa 13 Euro über Stuttgart zum Flughafen zu fahren.

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