(Nicht-) äußerung der Kirchenleitung zur Tunneltaufe

Die evangelische Landeskirche glaubt immer noch, sich aus S21 heraushalten zu dürfen.
Von Georg Eberhardt, dem Assistenten des Bischofs kam eine Mail folgenden Inhalts:

„Sehr geehrter Herr Harr,
nachdem sich nun ja etliche Missverständnisse klären ließen – der selbstkritischen Äußerung des evangelisch-meth. Kollegen will ich nichts hinzufügen -, möchte ich Ihnen ein frohes Christfest wünschen.“

Naja, man kann abwarten, wie lange die Kirchenleitung die Politik des „nichts sehen – nichts hören – nichts sagen“ noch durchhält.
Noch eine Bemerkung sei gestattet mit der Frage, was denn bei der evangelisch-methodistischen Kirche so diskutiert wird. Auf dem Hamburger Kirchentag wurde beim württembergischen Zentrum eine interessante Diskussion geführt, an der auch Prälat Mack teilnahm.
Deutlich und einhellig wurde verurteilt die Vernutzung der Stadtflächen für Luxuswohnungen und Shopping auf Kosten des Raums für Öffentlichkeit, bürgerliches Zusammenleben, Gottesdienst, Raum für sozial schwache Menschen und Familien. Konkret wurde die Zerstörung einer historischen und denkmalgeschützten  methodistischen Kirche zugunsten des neuen Einkaufzentrums im Gerberviertel angesprochen.
Hier wurde ein bauliches Kleinod in der Stuttgarter Innenstadt, eine Perle methodistischen Kirchenbaus zerstört und dem Mammon geopfert. Wer diese Kirche kannte, kann nur mit Wehmut und Empörung daran denken. Aber dafür Tunnel taufen!!

Herzliche Einladung an alle evangelisch-methodistischen Glaubensgeschwister zur Demo am nächsten Montag. Bei den Kismet-Treffen der „Theologe/innen gegen S 21“ sind selbstverständlich auch freikirchliche Kolleg/innen herzlich willkommen.

Michael Harr

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4 Antworten zu “(Nicht-) äußerung der Kirchenleitung zur Tunneltaufe

  1. Sehr geehrter Michael Harr,

    Sie täten gut daran, sich vorher etwas zu informieren, bevor Sie hier unhaltbare Behauptungen aufstellen.

    Das Grundstück der bereits seit Jahren aufgegebenen Auferstehungskirche wird NICHT für den Neubau des Gerbers verwendet.

    Die Kirche hätte stehen bleiben können, man musste sich nur hinsichtlich einer nachbarrechtlichen Zustimmung zum Bauvorhaben einigen.

    Da die Gemeinde diese Kirch jedoch schon aufgegeben hatte und das Grundstück nicht mehr benötigte, nutzte diese die eingetretene Situation, das Grundstück zu einem sehr guten Preis zu erwerben, welcher eben einen entsprechenden Zuschlag hinsichtlich der Bebauung des Nachbargrundstücks enthält.

  2. Korrektur: Die Gemeinde nutzte die Gelegenheit, das Grundstück zu einem sehr guten Preis zu veräußern.

  3. Herr „Friedrich“,
    Genau davon sprechen wir ja, dass es eben nicht darum gehen kann, architektonisch und historisch bedeutsame Bauwerke abzureissen, um das Grundstück dann kommerziell besser verwerten zu können. Die Tatsache, dass die ursprünglich gegebene Zweckbestimmung eines Bauwerks nicht mehr gegeben ist, bedeutet eben nicht, dass man alles platt machen kann, was an bedeutsamer Bausubstanz dasteht. Um das zu erläutern hier ein Beispiel: Man reisst des Colosseum in Rom auch nicht ab und baut auf die Fläche ein Einkaufszentrum mit der Begründung, man brauche das Colösseum nicht mehr für Gladiatorenspiele.
    Genau das ist der Sinn des Denkmalschutzes, Baudenkmäler vor denen zu schützen, die alles kommerziell verwursten und zu Geld machen wollen.
    Michael Harr
    .

  4. Sehr geehrter Herr Michael Harr,

    wenn es Ihnen in den Kram passet, verteidigen Sie Ihre Rechte schon, passt es Ihnen nicht in den Kram, erkennen Sie die Rechte anerer einfach nicht an und nennen das das vollmundig Demokratie.

    Die aufgegebene Kirch mit Baujahr 1950 wurde durch den Denkmalsschutz geprüft und bewertet und als nicht schützenswert eingestuft.

    Damit hatte die Eigentümerin (die Kirchgemeinde) das auch grundgesetzlich geschützte Recht, ihr Eigentum entsprechend zu verwerten.

    Wie hätten SIE sich denn einen Umgang mit dem Grundstück vorgestellt und wie hätten SIE das denn finanzieren wollen?

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