Einladung zur „Tunnel-Taufe“-Aktion am kommenden Freitag, 20. Dezember, 12 Uhr, Gänsheidetraße 4

Thomas Felder, S21 Tunnel-Taufe

Thomas Felder hat folgenden Brief an den Herrn Landesbischof geschrieben und ihm eine Aktion vor dem Bischofssitz in der Gänsheidestraße 4 angekündigt.
Gerne dokumentieren wir diesen Brief und laden herzlich ein, bei dieser Protestaktion dabei zu sein.

Sehr geehrter Herr Landesbischof Dr. July,

nachdem Sie auf meinen offenen Brief nicht reagiert haben, machte ich mich gestern zusammen mit der Pfarrfrau Dorothee Esche auf den Weg nach Stuttgart, um für eine kirchliche Aufklärung der Vorgänge vom 4.12.13 zu demonstrieren. Warum schweigt die Kirche zum Missbrauch der Taufe? Wo bleibt die versprochene Rüge für einen Pfarrer, der im Namen der Kirchen und des dreieinigen Gottes eine Veranstaltung eröffnet, die nicht nur S21-Gegner beleidigt? Auch »ganz normale« Kirchgänger, die nach landesbischöflichem Vorbild keine Stellung beziehen, sind empört und in ihrem religiösen Empfinden zutiefst verletzt.

Unsere Aktion hilft dabei ein gewisses Maß an Heiterkeit in die Diskussion zu bringen. »Lasset die Tunnel zu mir kommen und wehret Ihnen nicht«… Viele unterschiedliche Kommentare drangen an meine Ohren beim gestrigen Aktionstag, den Manfred Grohe fotografisch dokumentierte (siehe Bild). Ein Passant meinte schmunzelnd: »So ein Großprojekt braucht halt auch einen großen Pfarrer«. Als solcher verkleidet möchte ich am kommenden Freitag um 12 Uhr mittags vor Ihrem Amtssitz Gänsheidestr. 4 eine »S21-Tunneltaufe« symbolisch nachspielen. Frau Esche und verschiedene Medienvertreter werden mich begleiten und das Geschehen dokumentieren.

Ich lade Sie herzlich dazu ein aktiv an dem kleinen Happening teilzunehmen und öffentlich Stellung zu beziehen. Über Ihre kurze Rückmeldung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Felder

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16 Antworten zu “Einladung zur „Tunnel-Taufe“-Aktion am kommenden Freitag, 20. Dezember, 12 Uhr, Gänsheidetraße 4

  1. Lieber Thomas Felder,
    Deine Aktion ist echt witzig. Es ist daher fast schade, dass bei der Tunneltaufe kein/e Pfarrer/in der Landeskirche dabei war, sondern ein Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche. Ich finde es bemerkenswert, dass niemand aus dem Kreis unserer landeskirchlichen Kolleginnen und Kollegen den Tunnel mit getauft hat. Daher frage ich mich schon, ob die Gänseheide der passende Ort für die Aktion ist. Der Platz, wo ehedem die methodistische Kirche stand, die dem Gerberviertelbau zum Opfer fiel, wäre vielleicht passender.
    Beten für die Arbeiter bei ihrer gefährlichen Arbeit im Berg: Ja, denn die Wanderarbeiter vom Balkan sind nun wirklich unschuldig an der S 21- Misere.
    Dem irren Projekt eine religiöse Weihe geben: Nein. Das verbietet sich von selbst.
    Michael Harr

    • Ist es nun ein irres Projekt, oder einfach nur ein irrer Kommentar?

      Ich finde es bemerkenswert, wie sich hier mutmaßlich gebildete Menschen aufführen, nur weil es nicht nach ihrem Kopf geht.

      • Herr Friedrich, Ihr Kommentar ist nicht sonderlich freundlich. Wollen Sie sich vielleicht noch inhaltlich zum Kommentar von Herrn Harr äußern? Ob es ok ist, S21 eine religiöse Weihe zu geben? Das halte ich für wirklich diskussionswürdig, zumal auf einem Blog der Theologen gegen S21.

        • Selbstverständlich ist es in Ordnung, anlässlich des Barbaratages einen Gottesdienst zu veranstalten und eine solche Statue zu weihen.

          Was sollte denn dagegen sprechen?

        • Eine Statue weihen und ein Projekt segnen ist noch ein Unterschied. Ich hatte nach der Weihe für das Projekt gefragt.
          Und ich nehme zur Kenntnis, daß es für Sie, Herr Friedrich, „selbstverständlich in Ordnung ist“, diesen Gottesdienst zu feiern. Aber darf man wirklich zu jedem Anlaß einen Gottesdienst machen? Gibt es Grenzen? Gibt es Kriterien? (das ist eine echte Frage, keine rhetorische)

          • Sie behaupten also irgendwelche Dinge, welche gar nicht geschehen sind und verlangen dann, dass man sich mit Ihren Phantasien auseinandersetzt?

            Wann soll denn das Projekt von wem geweiht worden sein?

            Im Schloßgarten finden übrigens auch immer wieder mal Gottesdienste statt, ohne dass dies Anlass wäre sich derart zu erregen – oder nicht?

          • Das ist übrigens eine typische Vorgehensweise von Demagogen:

            Es werden zunächst einmal irgendwelche Behauptungen herausposaunt und so lange wiederholt, bis jedenfalls Teile der Bevölkerung glauben, dass dies tatsächlich geschehen sei.

            Anschließend wird diese selbst erfundene Geschichte dann polemisiert und propagandistisch genutzt, wie hier.

            Eine „Tunneltaufe“ hat nie stattgefunden, wird aber lautstark behauptet und dann polemisiert, dass so etwas ja nun gar nicht ginge und eine Gotteslästerung darstellen würde.

            So läuft das eben, wenn man als „ach so informierter und gebildeter“ Protestler all das glaubt und unkritisch nachplappert, was einem von seinen Vorbetern erzählt bekommt.

  2. NachhaltigLeben

    Lieber („)Friedrich(“),
    es ist ein Projekt, das Menschen in Gefahr bringt. Und das kann nicht hingenommen werden. Weiter kann es nicht hingenommen werden, dass für ein solches Projekt – das obendrein einen Leistungsrückbau darstellt – Kosten entstehen, die nötig woanders gebraucht werden (und die ja auch nicht durchfinanziert sind). Die wenigen, die an S21 verdienen möchten, müssen einsehen, dass das Projekt von der Planung her so nicht durchführbar (und in weiten Teilen ja auch nicht genehmigt und nicht genehmigungsfähig) ist – und dass S21 daher keine Zukunft hat und gestoppt werden muss – zumal es sowieso nie fertiggebaut werden kann und wird. Ein Stopp von S21 bedeutet eine Umkehr der Verantwortlichen. Und das bedeutet dann eben KEINEN Gesichtsverlust der Menschen, die diese Umkehr vollziehen müssen – sondern einen Gewinn Ihres Ansehens – nicht nur unter christlichen Massstäben. – Ein gesegnetes neues Jahr wünscht Ihnen
    NachhaltigLeben

    • Was sind das denn für Plattitüden?
      S21 bringt weder Menschen in Gefahr,noch stellt eseinen Leistungsrückbau dar, noch ist es nicht genehmigungsfähig oder undurchführbar.
      Vielmehr wird S21 doch längst ausgeführt und wird auch erfolgreich realisiert werden.

      • NachhaltigLeben

        Lieber („)Friedrich(“),
        leider sieht die Situation um S21 nicht so aus, wie Sie sie darstellen.

      • S21 hat schon Menschen in Gefahr gebracht, nämlich als bei den Abrissarbeiten am Südflügel einiges schiefging. Den Leistungsrückbau werden die Projektpartner nie und nimmer zugeben, weil sie sonst Probleme bekommen. Trotzdem ist es ein Rückbau, und ich warte darauf, daß die Bahn die Veröffentlichungen und Argumente von Wikireal widerlegt. S21 ist noch nicht gebaut. Es gibt Bauarbeiten, die am Rande mit S21 zu tun haben: Umbau Gleisvorfeld, Abbau Bahnhofsdach, Technikgebäude, Verlegung Stadtbahn. Aber an der Stelle, wo der Tiefbahnhof hin soll, ist außer einem Rohrgewurstel nichts zu sehen. Ebenso sehe ich wenig von den Tunneln Richtung Feuerbach, von den Tunneln Richtung Cannstatt, von den Tunneln Richtung Feuerbach.
        Ich verstehe, daß Tiefbahnhofbefürworter sich WÜNSCHEN, daß S21 erfolgreich realisiert wird, aber es sieht im Moment nicht danach aus.

        • Wenn man völlig unnötig den ganzen Tag am Rand einer Baustelle im Gefahrenbereich rum lungert, kann es schon mal vorkommen, dass man mal über einen Stein stolpert.

          Einen Leistungsrückbau gibt es einfach nicht.

          Die Darstellungen der Hobbyeisenbahner halten keiner Prüfung stand.

        • Warum soll die Bahn sich eigentlich mit der Hirnakrobatik irgendwelcher Hobbyeisenbahner befassen und deren wirre Behauptungen widerlegen?

          • NachhaltigLeben

            Wenn S21 so erfolgreich ausgeführt werden könnte wie Sie es darstellen, müssten Sie und Ihre „Kollegen“ hier und an anderen Stellen nicht so viel schreiben; es müsste auch nicht so viel Propaganda mit einem großen jährlichen Etat betrieben werden; bei der GWM-Erörterung hätte Frau von Eicken (EBA) mehr als einige wenige juristisch vorformulierte Sätze sagen dürfen, außerdem hätte dort RA Kirchberg die beantragten Kameras zugelassen (er war der Einzige im Saal, der dagegen war); es gäbe nicht ständig Planänderungen (nicht nur beim Nesenbachdüker), überhaupt wäre schon alles geplant; die Projektpartner wären hinreichend informiert, die Lenkungskreissitzungen müssten nicht immer verschoben werden, der Bundesrechnungshof hätte schon längst wie angekündigt die wahren Kosten genannt u.v.a.m. – und: S21 wäre schon längst fertig… – Nein, S21 hat keine Zukunft, denn der geologische Untergrund richtet sich nicht danach, was die wenigen Nutznießer eines neoliberalen Schlüsselprojekts benötigen.

          • Wie lächerlich ist denn diese „Argumentation“?

            Weil Frau von Eicken kein wortreiches Palaver anstimmte, wie man es von den Protestlern kennt und RA Kirchberg seine Persönlichkeitsrechte wahr nahm, soll S 21 scheiteren?

            Hahaha!

            Warum wohl sitzen solche Schreiber wie Sie Tag und Nacht am PC und behaupten wortreich rund um die Uhr, S 21 sei längst tot, die Bahn wolle längst aussteigen, man würde gar nichts bauen usw?

            Wieso lehnen Sie sich dann nicht einfach zurück und warten dieses vorgebliche Ende einfach ab?

          • Herr Friedrich, dies ist ein Blog der Christen, die gegen S21 sind. Wenn Sie unser Schreiben nicht lesen mögen, dann lehnen Sie sich doch einfach zurück und warten bis S21 gebaut ist und machen solange Ihre Steuererklärung.
            Wir haben uns bemüht, auf Ihre kritischen Worte einzugehen. Und Sie lachen uns aus. Die Leserinnen und Leser werden sich hoffentlich ihr Teil dabei denken.

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