Presseerklärung zum Frühstück am GWM

Am 29. 7. 2011 versammelten sich ab 5.30 Uhr etwa 130 Akteure, um dem Aufruf der Initiative „S 21 – Christen sagen nein“ zu folgen und zivilen Ungehorsam zu zeigen an der Einfahrt zum Grundwassermanagement für Stuttgart 21. Zwei Banner an der Einfahrt verkündeten das Ziel der Gruppe: „Schöpfung bewahren, nicht dem Mammon opfern“ und „S 21 verhindern, die Schöpfung bewahren“.

Blockade 29.07.11In kurzen Ansprachen wurde begründet, warum die versammelten Christen zu diesem Mittel der Sitzblockade greifen wollten. Als äußerer Anlass wurde genannt, dass die Gruppe „Ingenieure 22“ vor kurzem mit guten Gründen vor einer Verseuchung des Grundwassers mit jährlich etwa 33 Tonnen Eisen in Form von Rost gewarnt haben, weil entgegen den Auflagen der Planfeststellung Rohre ohne inneren Rostschutz verwendet würden, um 5-10 Mio. € zu sparen. Zudem habe die Bahn selbst eingestanden, wesentlich mehr Grundwasser entnehmen zu müssen als genehmigt. Deswegen stellten die Christen die Rechtmäßigkeit der Bauarbeiten in Frage.
Als grundsätzlicher Einwand gegen das Projekt Stuttgart 21 wurde angeführt, dass hier wie bei der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Bevölkerung vernachlässigt werde, um den Profit einiger weniger zu steigern. Die Ökonomie sei totalitär geworden, alles beherrschend, angeblich alternativlos.
Für Christen gelte aber: „Die Erde ist des Herrn“ (Ps 24,1). Deshalb sei die Schöpfung nicht „for sale“. Angesichts der zerstörerischen Profitgier, die von Jesus als „Mammon“ bezeichnet wird, könnten sich Christen auch im Blick auf Stuttgart 21 nicht heraushalten. Jesus stelle vor die Entscheidung: „Ich könnt nicht Gott und dem Mammon zugleich dienen.“ (Mt 6,24) Die Christen wollten mit ihrer Aktion hier und jetzt zeigen: „Wir haben uns für Gott und seine Schöpfung entschieden.“

Eine Konfrontation mit Baufahrzeugen blieb aus, die zahlreich aufgetauchten Polizisten mussten nicht eingreifen. Schließlich wurde noch ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom Tage dankbar bejubelt, in dem Stuttgart 21 als das dümmste Großprojekt bezeichnet wird.

Friedrich Gehring

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4 Antworten zu “Presseerklärung zum Frühstück am GWM

  1. Karl-Heinz Mulsow

    Stuttgart 21 muss sein!!!

    • Tilmann Fischer

      „Stuttgart 21 muss sein“ heißt doch wohl: Strafe muss sein !
      Ach, Herr Mulsow, hat Stuttgart das wirklich verdient ?

  2. Man muss auch erkennen, wenn der Kampf verloren ist, meine Damen und Herren. Und Euer Kampf ist verloren. Die Mehrheit der Bürger will S 21. Und bitte: diese Nummer Christen gegen 21 ist doch wohl nur peinlich. Versucht doch nicht mehr zu sein als ihr seid. Geht nach Hause !

    • Peinlich ist nur, wenn jemand keine Argumente hat, sondern dumpf gaffend nur stammeln kann: verloren.
      Oder hat „Hannelore“ im Kaffeesatz gelesen?
      Das letzte Wort zu S21 ist noch nicht gesprochen.

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