Warum ich als Christ gegen Stuttgart 21 bin – Redebeitrag beim Frühstück am GWM

Warum ich gegen „Stuttgart 21“ bin
Mindestens 300 alte Großbäume mitten in unserer Feinstaub belasteten Stadt sollen abgeholzt werden, um einem Milliarden teuren, verkehrlich überflüssigen Tiefbahnhof sowie einem Immobilienprojekt Platz zu machen.
Warum eigentlich?
Antwort: „Weil es sich rechnet“ – für die großen Baukonzerne, für die Banken, für die Deutsche Bahn.
Das ist offenbar die wichtigste Frage im Leben geworden: Ob es sich rechnet?
Dem wird heutzutage alles untergeordnet: Menschen, Tiere, Pflanzen, Luft, Wasser, Erde.
Geld wird gewinnbringend vermarktet. Warum sollte man es auch zur Befriedigung gesellschaftlicher Bedürfnisse sozialer, pädagogischer, ökologischer Art nutzen, wenn man es doch zu noch mehr Geld machen kann?
Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums steht nur noch im Grundgesetz (Art. 14,2), gleichsam wie ein vergessenes Relikt aus vergangenen Zeiten. Dass Kapitalinteressen auch sozialer Fürsorge und Verantwortlichkeit für die Schwächeren verpflichtet sind, dieser Grundsatz sozialer Marktwirtschaft ist in der Realität längst aufgegeben.
Die Ökonomie ist totalitär geworden. Alles beherrschend. Alternativlos.
Alles andere ist Nebensache geworden, Mittel zum Zweck. Lediglich Material, das gewinnbringend ausgebeutet werden kann.
Für dieses Denken steht „Stuttgart 21“ beispielhaft.

Warum ich als Christ gegen Stuttgart 21 bin
Weil die Bibel gegen eben dieses Denken und das daraus folgende Handeln Widerspruch einlegt.
Ihr Grundsatz von der ersten bis zur letzten Seite lautet: „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen“ – Psalm 24,1.
„The world is not for sale“ – die Erde: Bäume, Menschen, Tiere, Pflanzen, Wasser, Luft ist kein käuflicher Gegenstand, den man wie einen Fernseher billig produzieren oder einkaufen und teuer weiter verkaufen kann.
Die Erde kommt nicht aus der Fabrik , sondern von Gott. Sie ist Gottes Schöpfung, uns und all jenen, die nach uns kommen, anvertraut als Lebensraum. Ebenso den Tieren, den gleichfalls gesegneten Geschöpfen Gottes (1. Mose 1, 22).
Die Erde gehört Gott. Wir dürfen sie nutzen.  Und wie gehen wir mit der Erde um?
Dabei sind wir Menschen sind zu Treuhändern der Schöpfung Gottes berufen.

Warum ich mich für die Teilnahme an einer Blockadeaktion entschieden habe
Weil unsere sachlichen Argumente, Einwände und Vorschläge von den Betreibern nicht gehört werden.
Weil die „guten Argumente der Befürworter“ keinem anderen Zweck dienen, als jegliche Diskussion zu unterdrücken und sie obendrein rein propagandistischen Charakter zur Durchsetzung von Kapitalinteressen haben.
Weil „Stuttgart 21“ nicht alternativlos und unumkehrbar ist („There are thousends of alternatives“ anstelle „There is no alternative“!)
Weil „laisser – faire“ und sich raushalten für mich keine christlich zu verantwortenden Haltungen sind.
Weil ich persönlich überzeugt bin, dass Jesus recht hatte, als er sagte:
„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“!

Wolfgang Schiegg

Advertisements

17 Antworten zu “Warum ich als Christ gegen Stuttgart 21 bin – Redebeitrag beim Frühstück am GWM

  1. Ihr bezeichnet Euch wirklich als Christen??
    Ihr leistet „Widerstand“ gegen einen Bahnhof?

    Ich glaube nicht, dass Ihr tief in Euren Herzen wirklich Christen seit. Letztlich mißbraucht Ihr den Glauben für Eure egoistischen und linken Ziele.
    S21 wird kommen und Ihr seit die Verlierer – nur IHR seit die Verlierer nicht die Kirchen!

  2. @ Thorsten Legat
    Der vorletzte Satz Ihres Kommentars wäre zutreffend an die CDU-Zentrale zu richten. Nur ein Wort austauschen!
    Mit Macht wird das Immobilien- und Bahnhofsprojekt S21 von Partei-Etikett-Christen betrieben. Denen entgegen wird hier in zahlreichen Beiträgen deutlich: Ob ein Bahnhof tiefer und quer gelegt wird oder oben bleibt, ist nicht entscheidend. Sondern wie Menschen in einer Stadt, in einem Land, in dieser Gesellschaft in Zukunft miteinander leben werden und wollen.
    Weghauen und Hinklotzen im Interesse von Investoren und Spekulanten? Oder behutsame und nachhaltige Entwicklung im Interesse der Menschen, zu deren Nutzen Infrastruktur zu gestalten ist?
    Einfach mal nachschauen auf unserem Blog und die Vielschichtigkeit des Themas S21 entdecken. Dann nachdenken und die Argumente abwägen.
    Außerdem: Um gewinnen oder verlieren geht es bei kindischen Spielchen oder in Fernsehshows, hier nicht.

  3. „Weghauen und Hinklotzen im Interesse von Investoren und Spekulanten?“
    Welche Spekulanten meinen Sie denn? Bitte konkret Namen benennen!

    Leben wir im Kommunismus, wo Investoren nicht willkommen sind? In Ihrer Glaubenswelt sind Investoren offenbar die bösen Menschen. Vielleicht sind Sie selbst aber auch (ganz heimlich) der böse Mensch hier.
    Als Christ haben Sie doch eigentlich andere Aufgaben, als sich mit dieser Radikalität gegen ein demokratisch legitmiertes Vorhaben zu stellen.
    Sie schaden dem Christentum! Wenn solche sogenannten Christen wie Sie irgendwann die Mehrheit bekommen, dann trete ich aus der Kirche aus. Aber das ist Ihnen wahrscheilich sowieso völlig wurscht. Sie sind ja auch kein Christ..

  4. Martin Poguntke

    Lieber Torsten,
    sicher sind Sie noch recht jung. Da geht manchmal das Temperament mit einem durch. Ich habe als Jugendlicher auch manchmal gemeint, ich hätte das Recht, anderen Christen den Glauben abzusprechen. Ich möchte Sie einfach bitten, niemals Ihren Glauben für fertig zu halten, sondern sich auf immer neue Entdeckungen gefasst zu machen.
    Zum Beispiel, indem Sie mit dem liebevollen Blick, mit dem Gott Sie und uns alle ansieht, auch diese Internet-Seite und ihre vielen, vielen Verfasser ansehen. Sie werden entdecken: Wir sind zwar alle auch keine besseren Menschen als andere. Aber wir meinen es ausgesprochen ernst mit unserem christlichen Glauben. So ernst, dass wir Gottes Liebe nicht nur für uns behalten wollen und auch nicht nur im persönlichen Umfeld durch unsere Lebensführung und missionarische Gespräche weitergeben wollen, sondern dass wir auch Verantwortung für die Welt übernehmen wollen – die ja Gottes geliebte Welt mit seinen geliebten Menschen ist und die deshalb auch ein Ort sein soll, an dem die Menschen gern und gut leben.
    Mit Kommunismus hat das alles nichts zu tun. Wir sind auch überhaupt nicht gegen Investoren. Aber wir finden: Auch Investoren müssen sich bei ihrem berechtigten Interesse, Geld verdienen zu wollen, am Wohl der Menschen orientieren. Wenn aber Menschen systematisch von Investoren und ihren Helfern angelogen werden, dann können wir als Nachfolger dessen, der die Wahrheit ist, nicht schweigen.
    Vielleicht ist Ihnen noch gar nicht aufgefallen, dass das alle alttestamentlichen Propheten getan haben: im Namen Gottes Gerechtigkeit und Wahrheit einfordern. Wir glauben, dass Gott das von uns will. Und wir glauben, dass Christen, die ihre Taufe ernst nehmen, diesem Ruf Gottes folgen sollten.
    Und nun sehen Sie sich einfach einmal in Ruhe unsere Internetseite mit ihren vielen unterschiedlichen Äußerungen an. Sie werden merken. Da steckt keine zentrale Ideologie dahinter, sondern ganz viele eigenständig denkende und glaubende Christen ganz unterschiedlicher Ausrichtung.
    Und halten Sie die Vielfalt in unserer Kirche aus – gemäß dem Jesus-Wort: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“!
    So, nun hoffe ich, dass ich Ihnen (ohne selbst hochmütig zu werden) ein wenig helfen konnte, mit Ihrem Glauben nicht zu hochmütig zu werden, sondern Ihr Herz (und Ihren Verstand) zu öffnen für das, worum es auf dieser Internet-Seite wirklich geht.
    Herzlich grüßt Sie Martin Poguntke

  5. Lieber Herr Poguntke,
    vielen Dank für Ihre Worte. Aus Ihren Zeilen kann ich schon entnehmen, dass Sie Christ sind. In der Zielrichtigung Ihrer Aussagen muss ich aber auch erkennen, dass Sie von einer linken antidemokratischen Gruppe verleitet wurden.
    1) Ich möchte gewiss niemandem sein Christentum absprechen. Allerdings widerspreche ich deutlich Ihrem Namen „Christen gegen S21“. Ich bin AUCH Christ und zähle mich klar zu den Befürwortern von S21. D.h., es gibt genug Christen (wahrscheinlich sogar die Mehrheit) die sich für S21 aussprechen. Wenn Sie persönlich dagegegen sind, dann ist es Ihre ganz private Meinung, nicht aber die Meinung der Christen. Ich respektiere ausdrücklich Ihre Meinung, aber ich widerspreche Ihnen beim Versuch das ganze Christentum gegen einen Bahnhofsneubau aufzustellen. Bitte lassen Sie das Wort „Christen“ aus Ihrem Namen heraus, dann ist es für mich völlig o.k.. Ob Sie und Ihre (teilweise radikalen Mitstreiter) es mit dem Christentum ernst meinen, kann und will ich nicht beurteilen. Das muss jemand anders machen – ich konzentriere mich in dieser Frage nur auf mich.

    2) „Auch Investoren müssen sich bei ihrem berechtigten Interesse, Geld verdienen zu wollen, am Wohl der Menschen orientieren.“ Zweifeln Sie daran, dass die Investoren sich nicht am Wohl der Menschen orientieren? Woher nehmen Sie denn Ihren Zweifel? Oder ist es letztlich nur ein Vorurteil? Versuchen Sie mal zu eruieren, wer eigentlich die Investoren sind. Sind es nicht Leute wie Sie und ich? Vielleicht ganz normale Bürger, die bei Iher Sparkasse einen Immobilien-Fonds gekauft haben? Oder denken Sie, dass die Investoren irgendwelche böse Menschen sind? Schauen Sie doch mal bei Ihren Unterlagen daheim nach, ob Sie nicht selbst sogar so ein Fonds haben…..

    3) „Wenn aber Menschen systematisch von Investoren und ihren Helfern angelogen werden, dann können wir als Nachfolger dessen, der die Wahrheit ist, nicht schweigen“. Wer wird denn hier angelogen? Bitte nennen Sie konkret Namen, damit ich entsprechen nachhaken kann. Oder meinen Sie etwa das „Lügenpack“? Ist das eine christliche Ausdrucksweise? NEIN, das Lügenpack kommt von IHRER K21-Bande. Schauen Sie doch mal mit offenen Augen am Zaun nach, was da so alles geschrieben steht…

    4) „Vielleicht ist Ihnen noch gar nicht aufgefallen, dass das alle alttestamentlichen Propheten getan haben: im Namen Gottes Gerechtigkeit und Wahrheit einfordern.“ Das ist mir nicht nur im Alten Testament aufgefallen. Aber halten SIE sich auch an die Einforderung von Gerechtigkeit und Wahrheit? Sie denken, dass SIE gerecht und wahrhaftig sind. Das haben viele Pfarrer (und auch Christen) während des 3. Reiches auch von sich behauptet und trotzdem dem Führer zugejubelt. Bitte seien Sie nicht so arrogant bei Ihrem Denken, dass Sie die Wahrheit wüssten. Nur Ideologen – wie die Ihresgleichen – können von sich behaupten, dass sie die Wahrheit wüssten.

    5) Und halten Sie die Vielfalt in unserer Kirche aus – gemäß dem Jesus-Wort: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“! Ihre Vielfalt ist die Beliebigkeit des linken Zeitgeistes. Alles ist möglich! Ihre Vielfältigkeit kann ich aus der Bibel nicht entnehmen, sorry.

    Mit freundlichem Gruß Torsten

  6. @ Torsten Legat
    Haben’s die Taliban von den wahren Christen oder die wahren Christen von den Taliban? Die einen wissen, was „islamisch“, die anderen, was „christlich“ ist.
    Herr Legat weiß, was christlich ist.
    Er hat gewonnen.
    ECE und andere Spekulanten lassen grüßen.

  7. Herr Martell,
    was soll denn dieser Beitrag von Ihnen?
    Wenn Sie sich als sogenannter Christ gegen mich anlegen wollen, dann bitte! Was soll das denn mit der Taliban-Scheiße? Und wieso soll ich gewonnen haben?
    Wollen Sie Krieg oder was?
    Gerne, wo können wir uns treffen?

  8. Ich finde es nur erbärmlich, wenn sich Pfarrer unter Hinweis auf ihren christlichen Glauben in derartiger Weise zu einem in jeder Hinsicht rechtsstaatlich und demokratisch legitimierten Infrastrukturprojekt äußern. Das hat doch nichts mit Seelsorge zu tun. Das ist billige linke Agitation primitivster Sorte. Einer Vereinigung, die derartigen Müll von sich gibt, mag ich ehrlich gesagt, nicht mehr angehören, auch wenn die Amtskirche selbstverständlich Platz für ein breites Meinungs- und Glaubensspektrum bieten sollte.

  9. Sehr geehrte sog. Christen gegen S21,

    Vorab: selbstverständlich hat jeder das Recht sich positiv oder negativ zu einem Infrastrukturprojekt zu äußern. Unabhängig davon ober nun gläubig ist oder nicht.

    Ich kann nur nicht verstehen, warum Sie ausgerechnet ihre Religiosität der Präposition „gegen“ voranstellen müssen. Wollen sie provozieren? Wollen Sie die Christenschaft spalten? Polarisieren? Wozu?
    Könnte es nicht auch sein, dass es Menschen gibt, die auch gläubig sind und dieses Projekt allerdings befürworten?

    Ihre Argumentation mit der Bewahrung der Schöpfung ist so …. gewöhnungsbedürftig. Was, bitte, ist an dieser Industrieruine Gleisvorfeld naturerhaltend? Wird nicht bei S21 ein Stück der Natur zurückgegeben?

    S21 ist und bleibt demokratisch legitimiert. Verwaltungsgerichte haben unzählige Klagen der Gegner als unbegründet oder unzulässig abgewiesen. Es liegen für die meisten Teilabschnitte Planfeststellungen vor. Sollte ein Volksentscheid doch möglich sein, woran ich zweifle, dann ist das Ergebnis für den Weiterbau irrelevant. Es soll nicht über S21 abgestimmt werden, sondern nur über den Finanzierungsanteil des Landes Baden-Württemberg. Das heißt, die Bahn bzw. der Bund muss dann eben den Landesanteil der Finanzierung mitübernehmen.

    Wir wissen doch alle: S21 wird schon seit Februar letzten Jahres gebaut. Die Bahn baut weiter und mach keine Anstalten, sich von abhalten zu lassen. Wie geanu möchte Sie die Bahn davon abbringen? Bitte teilen sie mir auch mit, wie und aus welchem Landeshaushalt sollen die Schadensersatzforderungen von 1 – 1,5 Mrd bezahlt werden? Was soll danach geschehen? Wer oder wie wird K21 finanziert?

    Mehr möchte ich eigentlich zu dem Thema S21 nicht mehr sagen. Nur noch einiges zu meiner Person: ich wurde getauft, konfirmiertr und ware lange Mitglied der evangelischen Landeskirche. Ich bin dann allerdings aus der Kirche ausgetreten. Mit Ihrer obigen Aktion fühle ich mich in meiner damaligen, sicherlich nicht ganz einfachen, Entscheidung bestätigt. Ich denke es macht für die Kirche keinen Sinn zu versuchen die PDS oder die Grünen links zu überholen. Die Atheisten und Nihilisten werden deswegen nicht in die Kirche eintreten. Die alten, konservativen in der Landeskirche werden allerdings in Scharen die Kirche verlassen…..

    MfG Langer

  10. Als Christ sollte man zumindest nicht gleich im ersten Satz zur Lüge greifen: Es handelt sich nicht um mehr als 300 Bäume, sondern um 285. Es handelt sich auch nicht um mehr als 300 GROSSbäume, die meisten haben keine 80 cm Stammumfang. Es handelt sich auch überwiegend nicht um alte Bäume, zumindest der teil der in der Ecke Schillerstraße/B14 steht war für den Bau der U-Bahn koplett gefällt, ist also keine 30 Jahre alt. Gerade als Christ sollte man seine Mitchristen nicht mit Lügen für dumm verkaufen wollen.

  11. Tilmann Fischer

    @ Dengler @ Langer @ Johannes
    Da begründet einer, Wolfgang Schiegg, differenziert und mit einleuchtenden Argumenten, warum er als Christ S21 ablehnt. Dass er nicht nur „gegen“ etwas ist, sondern für den Erhalt und die Ertüchtigung des bestehenden Kopfbahnhofs, versteht sich von selbst. Dennoch hängt Stefan Langer seinen Kommentar am „gegen“ auf.
    Gleich am Anfang unserer Gemeinsame Erklärung heißt es übrigens: „Wir bestreiten nicht, dass sich auch Christen pro S21 aussprechen können.“ Herr Langer kann sich wohl gar nicht vorstellen, dass Christen in wesentlichen Fragen unterschiedlicher Auffassung sind.
    Da stehen 65 Artikel auf diesem Blog, in denen sehr ausführlich unter verschiedenen Aspekten zum Thema S21 Stellung genommen wird, Werner Dengler hat dazu nichts weiter vorzubringen als Beschimpfungen.
    Da wird unter Hinweis auf das Gebot zur Bewahrung der Schöpfung für die Erhaltung der großen Anzahl von wertvollen Bäumen im Schlossgarten plädiert. Wegen einer kleinen Differenz zwischen 285 und 300 Bäumen schwingt Johannes die Keule der Lüge.
    Was haben Befürworter eigentlich vorzubringen außer üblen Entgleisungen, außer der gebetsmühlenartigen Wiederholung „demokratisch legitimiert“ (dies kann man auch über die Aufhebung der Pressefreiheit, die jüngst in Ungarn mit breiter parlamentarischer Mehrheit beschlossen wurde, sagen), und außer dem Hinweis auf mögliche Ausstiegskosten, womit sie der Propaganda der Bahn auf den Leim gehen? Was haben sie zu bieten?
    Christlichen Glauben in das platte Schema von links und rechts zu pressen, missversteht ihn gründlich. Er hat eine eigene Substanz. Davon ist auf diesem Blog ausführlich und qualifiziert die Rede.

  12. Es geht mir, ich dachte das ausführlich dargestellt zu haben, nicht um die 15 Bäume mehr oder weniger. Mir geht es um diese ständige unnötige Übertreiberei. Und in dem Post stellt fast jeder Satz eine Übertreibung dar. Und so lange man als Christ seine Meinung durch Übertreibungen untermauern muss wird der sachlichen Diskussion die Grundlage entzogen. Das führt zu Unfrieden und das prangere ich als Christ auf beiden Seiten an.

    • Wolfgang Schiegg

      Leider muss ich Ihnen, Johannes, noch sagen, dass die „fast 300“ Bäume, von denen ich schrieb, nicht „übertrieben“, sondern untertrieben sind. Denn wenn man den Verlauf des geplanten neuen Eisenbahntunnels durch den Rosensteinpark anschaut, wird deutlich, dass hierzu ca 90 weitere alte Bäume fallen werden. Das wären dann insgesamt tatsächlich 380 Bäume.
      Was haben Sie denn sonst noch konkret in „fast jedem Satz“ als Übertreibung ausgemacht?

  13. Sehen Sie, Herr Schiegg, Sie tun es schon wieder. Bei den 285 alten Bäumen sind die Bäume die für die Tunnelportale gefällt werden müssen, bereits mitgezählt. Ebenso diejenigen, die im Bereich des Nordausgangs gefällt, bzw. verpflanzt wurden. Zählen Sie einfach mal im Baufeld im Park nach, was da wirklich gefällt wird. Das ist ganz leicht… Ich habs auch geschafft. Übrigens: wenn Sie vom Rosensteintunnel reden: Der ist bei K21 ebenso erforderlich wie bei S21. Die Bäume die für einen Ausbau der Strecke durchs Neckartal fallen müssten interessiert sie wohl auch nicht wirklich.

  14. Wolfgang Schiegg

    Also nun lesen Sie einfach noch mal, was ich in meinem Statement gesagt habe, Johannes (wie heißen Sie eigentlich mit vollem Namen? Oder sind Sie zu feige, Ihre Identität preiszugeben?). Ich habe von „mindestens 300 alten Großbäumen mitten in der … Stadt“ gesprochen. Dabei zählte ich die für den neuen Rosensteintunnel mit. Dass diese bei K 21 auch fallen würden, trifft zu, tut hier aber nichts zur Sache.
    P.S. Ich warte immer noch auf eine Auflistung der mir vorgeworfenen „Übertreibungen in fast jedem Satz“. Da Sie so gerne bewerten („gleich im ersten Satz … Lüge“), wäre ich daran interessiert, zu hören, wie Sie Ihre eigenen Aussagen bewerten.

  15. „Mindestens 300 alte Großbäume mitten in unserer Feinstaub belasteten Stadt sollen abgeholzt werden, um einem Milliarden teuren, verkehrlich überflüssigen Tiefbahnhof sowie einem Immobilienprojekt Platz zu machen“ Die „mindestens 300“ sind ja schon widerlegt. Großbäume haben einen Umfang von mindestens 80cm, viele der gefällten haben den nicht. Die Stadt ist mit feinstaub belastet – richtig, das hat aber mit den Bäumen nichts zu tun, die tun nichts gegen Feinstaub, ganz im Gegenteil zu einer Stärkung des Bahnverkehrs. Ein neuer Bahnknoten ist nicht überflüssig, das wird auch von vernünftigen Gegnern bestätigt. Dass S21 ein Projekt für Immobilienspekulanten ist, dürfte die Schlichtung widerlegt haben. Es dürfte schwer sein, Investoren für ein Projekt zu finden, das nicht wirtschaftlich ist. Eines der Gegenargumente ist ja heute bereits, dass das Projekt an der wirtschaftlichen Grenze liegt. Und wann ich meinen Namen preisgebe überlassen Sie gerne mir. Sie können sich sicher sein, dass ich meine Gründe habe, dies nicht zu tun, genügend Beschimpfungen am Telefon und Drohungen war ich schon ausgesetzt.

  16. Bäume tun nichts gegen Feinstaub? Machen Sie sich bitte sachkundig.

    Wir benötigen einen neuen Bahnknoten (Betonung auf ’neuen‘)? Wir benötigen vielleicht einen leistungsfähigeren Bahnknoten, aber das wird S21 nicht sein, wie das Gutachten von sma belegte. Und warum der Bahnknoten nun unbedingt neu sein soll, entzieht sich meinem Verstand.

    Die Schlichtung widerlegte die Immobilienspekulation? Das wäre mir neu, denn warum hätte dann der Schlichter in seinem ‚Urteil‘ gerade dazu explizit vorgegeben, dass die Immobilien in einer zu gründenden Stiftung sozialverträglich genutzt werden müssten – im übrigen hört man von Seiten der Stadt seit Monaten nichts mehr in dieser Richtung, zumindest in den örtlichen Medien.

    Obwohl ich meinen vollen Namen hier angebe, habe ich noch niemals Drohungen und Beschimpfungen erhalten. Immerhin ist dies ein Forum, in dem man sich im allgemeinen in zivilisierter Form austauscht.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s