Damit wir klug werden – Thomas Felder synchronisiert Grube

Wunderbar, wie Thomas Felder hier den echten Worten des Bahnchefs Rüdiger Grube  (Minute 0:57 bis 1:17) verschiedene neue Texte unterlegt!

(Man beachte die originale(!) Lüge, durch S21 würden 100 Hektar Park geschaffen. Denn falsch ist 1., dass durch S21 überhaupt 100 Hektar Fläche frei werden – es sind nur ca. 15 Hektar, denn der Rest könnte auch bei Erhalt des Kopfbahnhofs frei gemacht werden; und falsch ist 2., dass die frei werdende Fläche womöglich komplett zu Park verwandelt werde, denn das allermeiste wird bebaut werden oder ist schon bebaut worden (LBBW; Bücherknast, Müllaneo…), und nur ein ganz kleiner Teil wird zu Park – angeblich 20 Hektar (von denen man ein Gutteil wieder abziehen muss, für an anderer Stelle wegen S21 zerstörtem Park). Wenn’s überhaupt wahr ist, denn eine vertragliche Verpflichtung dafür gibt es nicht – und wer wird City-Flächen mit einem Quadratmeterpreis von mehreren Tausend Euro so mal eben zu Park machen?)

Nach den Worten des methodistischen Pastors Bauder, ein Projekt wie S21 benötige besonders den Segen Gottes (ohne zu fragen, ob ein zerstörerisches Lügenprojekt auf diesen Segen überhaupt hoffen darf), folgt das von Thomas Felder extra zur Kirchentagslosung komponierte Lied „Damit wir klug werden“ zu Bildern von Geistlichen, die das Projekt, die Ausführenden oder die Heilige Barbara segnen, von Projekt-Betreibern und -Bewunderern und von diversen Baustellenansichten. Sehr hörens- und sehenswert!

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3 Antworten zu “Damit wir klug werden – Thomas Felder synchronisiert Grube

  1. Interessant ist, daß diese Andachten anläßlich von Barbarafeiern oder Tunnelbohrmaschinentaufen oder sonstigen Tunnelgrabbeginnfestivitäten meist als okumenische Andachten angekündigt werden, auch wenn zum Beispiel nur ein katholischer Geistlicher dabei ist. Wahrscheinlich weil man den Zuschauern nicht ansieht, ob sie einer Konfession angehören und wenn ja, welcher.

    Ich denke allerdings, man sollte sich als Kirche gut überlegen, was man hier tut. Wenn wirklich die Sorge um die Menschen, die Bauarbeiter, im Mittelpunkt steht, kann man sich doch als Geistlicher in Gesprächen und Gebeten ohne Öffentlichkeit darum kümmern.

    Wenn man bei der Inszenierung der Bahn (DB Network Mobility Logistics) mitwirkt, wird man Teil deren Inszenierung, ob man will oder nicht. Dann wird der interessierten Öffentlichkeit vermittelt, die Kirchen seien einverstanden mit all diesen Tunneln und der Zerstörung von Landschaft, die sie mit sich bringen.

  2. Wie wäre es, wenn sich die Kirchen einfach mal in Ruhe kundig machen, wie der Stand der Bauarbeiten ist, die Versprechungen und die Tatsachen, die Belastungen, die Erfolge. Und diese Erkenntnisse, die sie dann vielleicht herausfinden, öffentlich machen mitsamt den Schlüssen, die sie daraus ziehen. Bitte mit theologischer, sozialethischer oder meinetwegen politischer Begründung.
    Das wäre eine gute Grundlage, um zu überlegen, ob solche Segensveranstaltungen angemessen sind oder nicht.

  3. Pingback: Wessen Fasching? Grüne Wende, Zeitlüge |

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