„Die Zähne der Baggerschaufeln sind schon gebleckt“

schreiben die SPD-Mitglieder Klaus Riedel und Hermann Schmid
an ihren Parteifreund Nils Schmid und das, obwohl dieser immer wieder versprochen habe, „den Kostendeckel einzuhalten und den Weiterbau von S21 nicht voranzutreiben, solange das gesamte Projekt nicht zweifelsfrei geplant und sicher finanziert ist“.

„Wir SPD-Mitglieder gegen S21 sind nach wie vor viele, und wir werden uns auch weiterhin gegen ein Projekt zur Wehr setzen, das nicht nur der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg, sondern auch unserer Partei schweren Schaden zufügen würde.“

Lesen Sie hier den ganzen offenen Brief

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8 Antworten zu “„Die Zähne der Baggerschaufeln sind schon gebleckt“

  1. Lieber Christ und SPD-Mitglied,
    ich bin gegen unsere ökosozialistische Landesregierung, aber ich respektiere die demokratische Mehrheit in unserem Land, die diese Politik offenbar wünschen. Bitte respektieren Sie dann aber auch das demokratisch legitmierte S21-Vorhaben, dass sogar noch direkt durch das Volk bestätigt wurde. … nicht dass Sie zuletzt noch als Antidemokrat gelten …
    Herr Genosse Christ, bitte halten Sie sich an die demokratischen Spielregeln, auch wenn es Ihnen nicht passt.
    Klaus Greb

  2. Martin Poguntke

    Lieber Herr Greb,
    Sie sitzen da einem Missverständnis auf: Es ist nicht so, dass man nach einer Mehrheitsentscheidung nicht mehr gegen eine Sache arbeiten dürfte.
    Sonst müsste nämlich nach jeder verlorenen Wahl die jeweilige Opposition ihre Arbeit einstellen.
    Auch nach Mehrheitsentscheidungen geht die politische Arbeit (der „Kampf“ um die Wahrheit) weiter. Mehrheitsentscheidungen sind nicht für die Ewigkeit, sondern geben die Stimmung zur Zeit der Entscheidung wieder. Nicht mehr und nicht weniger.
    Und wir Gegner/innen von S21 arbeiten deshalb weiter daran, diese Mehrheitsentscheidung wieder zu ändern – weil wir übrigens auch der festen Überzeugung sind, dass die Mehrheitsentscheidung in diesem Fall des Volksentscheids durch Betrug zustande gekommen ist:
    – Die Behauptung, die Ausstiegskosten würden für den Steuerzahler 1,5 Mrd. betragen, ist eine groteske Lüge – das kann ihnen jeder ehrliche Steuerberater vorrechnen (schon allein deshalb, weil die Hälfte dieses Betrags direkt in die Kasse der Stadt Stuttgart – also zu eben diesem Steuerzahler zurück – fließt).
    – Der Stresstest, der als Beleg dafür herhalten muss, dass der Tiefbahnhof besser sei als der bestehende Kopfbahnhof, wurde mit massivem Betrug „gewonnen“ (bis heute hat die Bahn die Argumente nicht widerlegt).
    – Die Kosten für S21 werden ganz sicher 4,5 Mrd. überschreiten (sagt sogar Bahnchef Grube).
    Beim Volksentscheid wurde übrigens auch NICHT über S21 abgestimmt, sondern darüber, ob das Land vorzeitig seine Mitfinanzierung beendet.
    Und außerdem hat die Mehrheit der NEIN-Abstimmer beim Volksentscheid das Quorum nicht erreicht. Deshalb ist das ganze Ergebnis juristisch gleichgültig und bindet niemanden, vielmehr gilt weiterhin die Rechtslage von vor dem Volksentscheid.
    Also ganz sicher: Auch diejenigen, die sich nun weiterhin gegen S21 einsetzen, sind ganz gewiss trotzdem Demokraten – auch der „Genosse Christ“
    Martin Poguntke.

  3. NIcht Christen sind gegen S21, sondern Wutchristen sind gegen S21.
    Ich möchte ausdrücklich auf diesen Unterschied hinweisen.
    Gruß von Klaus

  4. Tilmann Fischer

    Sehr geehrter Herr Greb,
    jetzt mal im Ernst: Wo sind sie denn, die „Wutchristen“ gegen S21 ? Ich habe bisher keine kennengelernt. Stattdessen gibt es eine Wutbahn, die alles kaputthaut, was sie kaputthauen kann, vielleicht aus Wut darüber, dass sie mit dem „demokratisch legitimierten S21-Vorhaben“ in einer Sackgasse steckt …

  5. Sehr geehrter Herr Fischer,

    nur Sie und einige Wutbürger und Wutchristen behaupten, dass das demokratisch legitimierte S21-Vorhaben in einer Sackgasse steckt. Ich kenne genauso viel Bürger und Christen, die S21 keinesfalls in einer Sackgasse sehen! Wer hat denn nun das Recht auf seiner Seite? Sie oder ich, die Wutchristen oder die Christen? Letztlich kenne ich auch nicht die Wahrheit! Die Wahrheit werden wir wahrscheinlich erst nach erfolgreichem Abschluss des Vorhabens in ca. 10 Jahren erfahren.
    Also, wer entscheidet nun über S21? Na klar, unsere demokratisch legitimierte Parlamente im Land, in den Kreisen, in den Gemeinderäten. Dazu gesellt sich noch die von Ihnen geforderten Volksabstimmung. Die Entscheidung FÜR S21 erfolgte immer demokratisch, das ist für mich jedenfalls die Grundlage für alle Vorhaben. Deshalb bitte ich hier alle Wutchristen, dass sie die demokratischen Resultate respektieren auch wenn sie nicht in den egoistischen und ideologischen Kram passen.
    Sie können mir glauben, mir gefällt unsere grün-sozialistische Landesregierung absolut nicht, aber ich respektiere diese Regierung, weil sie mehrheitlich (leider) von den Bürgern gewollt war.
    Klaus Greb

  6. Tilmann Fischer

    Ach, Herr Greb,
    jetzt lassen Sie das doch mit der Wut. Wütend sind doch auf diesem Blog nur Sie und Ihresgleichen.
    Wenn Sie mal anschauen, dass die Bahn bisher nur zerstört hat und immer mehr zerstört und sogar Gebäude zerstören will, die sie nach längst getroffenen Absprachen eigentlich nicht zerstören darf (Reichsbahndirektion), und dies, obwohl sie noch lange nicht bauen kann, weil sie beim GWM auch nach 15+x Jahren immer noch mitten in der Planung steckt und für etliche Gewerke keine Firma findet, die diesen Mist ausführen will (z.B. Nesenbachdüker, Bahnhofstrog), dann sagen Sie doch mal, ob das wirklich demokratisch legitimiert ist, ob die Parlamente und Sie und die anderen 58 Prozent das wirklich gewollt haben.
    Und: Der wesentliche Unterschied zwischen der „grün-sozialistischen“ Landesregierung und S21 ist doch der: Sie und ihre rechtskonservativen Mitstreiter können diese Regierung jederzeit abwählen, das Tiefbahnhöfle bleibt jedoch, falls es je soweit kommen sollte, unabwählbar in Beton gegossen.

  7. Ach Herr Fischer,
    Sie wollen einfach nicht glauben, dass Sie schon längst verloren haben.
    Sie wollen die demokratischen Entscheidungen nicht respektieren, weil sie nicht in Ihre Ideologie passen. Schade für Sie! Jetzt sind Sie halt wütend, haben eine enorme Wut, wollen aber offenbar trotzdem „ganz christlich“ sein.
    In einem Punkt muss ich Ihnen aber zustimmen, die gürnsozialistische Regierung kann wieder abgewählt werden – und dafür werde ich mich (ganz demokratisch und fair) auch dafür einsetzen.

  8. Ich finde es sehr nützlich was hier diskutiert wird, nur bin ich der gleichen Meinung wie Herrn Poguntke.

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