Kreuze im Schlossgarten – „aufgeräumt“

Am Bauzaun findet sich dieses Foto.  Es dokumentiert eine nachdenklich machende Installation von betroffenen und besorgten Bürgerinnen und Bürgern, die nach den Brutalitäten am 30. September errichtet worden ist. Dieses Memento ist spurlos verschwunden, „aufgeräumt“.
Gut, dass wenigstens ein Foto geblieben ist.

Immer sauber einfach pünktlich
Pflichtbewusst
Dem ganzen verantwortlich
Immer zur Stelle mit alten Hexen
Und Gaskammern
Immer nach dem Rechten sehend
Aufräumen
Da muss mal mit aufgeräumt werden
Damit muss man mal aufräumen
Ein deutsches Lieblingswort:
Aufräumen
Immer sauber einfach pünktlich

Hanns Dieter Hüsch: Aus dem Gedichtband „Das Schwere leicht gesagt“

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2 Antworten zu “Kreuze im Schlossgarten – „aufgeräumt“

  1. Werner Scheffler

    Die Auf- und Wegräumer machen nur einen Fehler: die Erinnerungen können nicht weggeräumt werden. Die Bilder sind tausendfach vorhanden, nicht nur am Bauzaun. Die Gehirne können nicht aufgeräumt werden. Noch nicht. Die Meinungen können nicht aufgeräumt werden. Noch nicht. Und der Widerstand gegen Willkür kann auch nicht weggeräumt werden. Nie. Es ist oft und überall versucht worden, es hat nichts genutzt. Unter den Teppich kehren ist nämlich kein Aufräumen.

  2. Es tut weh!
    2. Wie sich die Amtskirche anstellt, ist mehr als enttäuschend!
    3. Ich bin nicht Mitglied einer Kirche, aber der Rest meiner Familie, z.T. sogar beruflich. Meine Erfahrungen mit der Amtskirche in den letzten Wochen und Monaten (und das nicht nur bezüglich S21!) bestärken mich darin, nicht beizutreten, im Gegenteil. Was soll eine Kirche, die sich nicht der Menschen annimmt, die sich auf theologisches Auslegen beschränkt, die sich nicht einmischt, usw.? Ich glaube auch ohne diese Amtskirche, die Pfarrer wie Herrn Bräuchle (u.a.) alimentiert, sich in Allemeinplätzen verliert, anstatt zu den Menschen zu gehen, Ihnen den Glauben an die Schöpfung näher bringt .
    Ich werde meine Kraft und meine bescheidenen Mittel weiterhin nach besten Wissen und Kräften dort einsetzen, wo es Menschen hilft! Nicht aber zu Alimentierung von Pfarrern, die sich in den Schoß der Kirche legen und es sich gut sein lassen!
    Ich musste das einfach mal so los werden!
    Kopf hoch, viel Mut und „OBEN BLEIBEN“ für das Wohl der Menschen!

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